Apple Ein neuer Verführer: Der iSlate kann fast alles außer Kaffee

Foto: Apple

Die Computer-Welt ist in Aufregung: Apple will einen neuen mobilen Rechner vorstellen, einen schönen großen Touchscreen für überall. Arbeitstitel: iSlate.

Hamburg. Die Computer-Welt ist in Aufregung: Apple will einen neuen mobilen Rechner vorstellen, einen schönen großen Touchscreen für überall. Arbeitstitel: iSlate. Noch mehr Spielzeug? Unbedingt. Wann es kommt, was genau es kann? Bisher gibt es nur Mutmaßungen in den einschlägigen Foren, keine Bestätigungen. Typisch Apple.

Zehn Gründe, warum man den iSlate einfach besitzen muss.

Angeben

Kalle Kullmann hatte früher als Erster ein Bonanza-Rad: Bananensattel, Knüppelschaltung auf dem Rahmenrohr, Plastikfransen am Lenker. Das Ding war teuer und oft kaputt, weswegen wir Kalle verspotteten. Aber in Wirklichkeit sprach aus uns der Neid. Wir wollten auch so ein cooles Bike. Der iSlate ist das digitale Bonanza-Rad. Natürlich gibt es ein Leben ohne den Tablet-Computer. Aber mit dem neuen Apple lebt es sich einfach schicker.

Bedürfnis

Mit zunehmender altersbedingter Fehlsichtigkeit ist das Lesen auf dem Mobiltelefon eine Zumutung, der Rechner steht im ungemütlichen Büro, und den Laptop nimmt man nur im Notfall mit aufs Klo. Wir wollen aber überall lesen können, im Café, in der Bahn oder am Strand - und zwar frische Ware, die sekündlich aktualisiert wird. Der iSlate verbindet die Vorzüge von Zeitung, Computer und Internet.

Innovation

Eigentlich hatten wir ja schon mit der Anschaffung eines Kindle geliebäugelt oder eines Netbooks - einfach so, weil digitales Nachrüsten nie schadet. Leider waren meist hässliche Wenigkönner im Angebot. Zum Glück gewartet.

Genuss

Wir wollen Bilder von unserem Fußball-Klub sehen, von Amy Winehouse und manche sogar von Ronald Pofalla. Der iSlate bietet große, scharfe Bilder in unbegrenzter Zahl. Es gibt ein Archiv. Man kann die Bilder mit zwei Klicks an Freunde weiterschicken. Filme gibt es auch, die man sieht und nicht, wie auf dem iPhone, nur ahnt. Ein mobiles Gerät ist eben erst wirklich gut, wenn man den Fußball erkennen kann.

Wir werden Regisseur aller ...

Medien

Der moderne Nutzer will selbst entscheiden, ob er den Zeitungskommentar liest oder das YouTube-Video guckt, ob er sich an einer Leserbewertung orientiert oder eine Tabelle studiert. Auf dem iSlate machen wir unser eigenes Programm und entscheiden selbst, bei welchem Thema wir wie tief einsteigen. Vielleicht lassen wir uns endlich einen Begriff erklären ("Gesundheitsfonds"), den wir bis heute nicht kapiert haben, oder stöbern in alten Ausgaben, um auf ganz neue Gedanken zu stoßen. Wir können uns auch ganz einfach unsere Lieblingsautoren oder -themen zusammenklicken.

Hipness

iPhone gegen Blackberry, das ist wie Adidas gegen Puma, Coca-Cola gegen Pepsi-Cola, McDonald's gegen Burger King - es kann nur einen Ersten geben. Am Anfang haben alle Blackberry-Benutzer mitleidig auf das flache Ding mit dem schwachen Akku geguckt. Inzwischen haben die meisten kapiert, wer die Blicke im Café auf sich zieht.

Anfassen

iPhone-Nutzer sind es gewohnt, den Bildschirm zärtlich zu berühren wie eine Zeitung. Papier sei unschlagbar, sagen die Nostalgiker. Das sind die Gleichen, die auf Vinyl-Schallplatten schwören. Jeder, wie er meint.

Alles immer dabei

Der iPod und seine Verwandten haben den Menschen das gute Gefühl gegeben, ihre gesamte Plattensammlung immer mit sich zu tragen. Mit dem iSlate ist plötzlich die gesamte Mediathek im Gepäck, alle Zeitungen, Tweets, Mails, Sites, TV-Serien, Games, Filme, eben alles, was allein oder mit Freunden Spaß macht; das Fotoalbum auch. Die Enkel im DIN-A4-Format? Da wird Mutti Augen machen.

Individualität

Jeder sampelt sich sein privates Profil zusammen, aus großen Marken, aber auch aus Fanzines, Blogs oder exklusiven Websites. Autorität haben nicht nur große Verlage und Sender, sondern auch Freaks, die sich seit Jahren im Netz über das Fliegenfischen oder den sportlichen Dauerlauf kompetent Gedanken machen. Der iSlate holt große und kleine Medienmacher auf denselben Schirm und illustriert den guten Geschmack des Besitzers.

... und zehntens

Weil wir Zeitungen und Zeitschriften lieben und jetzt vielleicht eine neue, coole Oberfläche dafür gefunden haben.