Stimmen zur Lichtshow

Andreas Wankum , Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Hamburg, sagte dem Hamburger Abendblatt: "In der Tat löst die Behandlung dieser Scheinwerfer-Choreografie in einem Erinnerung an speersche Gigantomanie und damit Verbundenes aus. Dies fiel mir bereits bei einer ersten Konfrontation mit diesen Bildern auf. Gespräche im Umfeld des Künstlers aber haben mich zu der Überzeugung gebracht, dass es sich hierbei um eine künstlerische Ausdrucksform handelt, die nicht von der Gedankenwelt Albert Speers getragen ist. Soweit mir bekannt, ist die Wahl des Taufdatums durch technische Faktoren vorbestimmt gewesen.

Peggy Parnass , Autorin, berührt der Vorgang wenig. Sie sagte: "Die Lichtshow, die ich nicht gesehen habe, für ein Schiff, das ich auch nicht gesehen habe, von einem Künstler, den ich nicht kenne, kann mich nicht berühren. Da gibt es hier im Land weiß Gott Etliches und anderes, das mir die Haare zu Berge stehen lässt."

Knut Teske , Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Hamburg, empfindet einen merkwürdigen Zusammenhang: "Wenn man ausgerechnet am 20. April eine so gigantische Lichtshow inszeniert, die nicht unbedingt mit der ,Aidadiva' in Verbindung gebracht wird, wirkt das merkwürdig, für viele wie eine Provokation, die erklärt werden müsste. Eine zufällige Terminsetzung ändert daran nichts. Dann muss sich ein Künstler hier eben auch kritische Fragen gefallen lassen."

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