Berlin

Romy Schneider und Hildegard Knef auf dem Boulevard der Stars

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Eine Jury präsentierte die ersten 40 FIlmschaffenden, die auf dem neuen Boulevard der Stars in Berlin einen Stern bekommen sollen.

Berlin. Romy Schneider, Mario Adorf, Billy Wilder und Hildegard Knef zählen zu den ersten Künstlern, die mit Sternen auf dem neuen Boulevard der Stars in Berlin geehrt werden. Auf dem 320 Meter langen Abschnitt am Potsdamer Platz sollen in den kommenden Jahren ähnlich wie in Hollywood mehr als 100 deutsche Film- und Fernsehstars, aber auch Produzenten und Kameraleute verewigt werden. Eine Jury präsentierte am Dienstag die ersten 40 Namen. Der erste Abschnitt soll am 10. September feierlich eröffnet werden.

Bereits im Februar während der Berlinale war Marlene Dietrich mit einem ersten Stern geehrt worden. In den kommenden mindestens 15 Jahren sollen pro Jahr jeweils zehn weitere Namen dazukommen. Insgesamt finden auf dem Mittelstreifen den Angaben zufolge mindestens 160 Sterne Platz, das angrenzende Trottoir bietet weitere Möglichkeiten. Auf dem "Walk of Fame" in Los Angeles befinden sich mittlerweile über 2.400 Sterne, mit denen Prominente geehrt werden.

Zu den ersten Auserwählten zählen unter anderem auch Götz George, Bruno Ganz, Rainer Werner Fassbinder, Angelica Domröse, Doris Dörrie, Vicco von Bülow (Loriot), Artur Brauner, Corinna Harfouch, Fritz Lang, Wolfgang Petersen, Werner Herzog, Max Ophüls, Hanna Schygulla, Margarethe von Trotta und Billy Wilder. Ausgezeichnet mit einem Stern werden auch Kostümbildnerin Barbara Baum, Filmpionier Max Skladanowski, Cutter Peter Przygodda und Filmarchitekt Jan Schlubach.

Stars wie Volker Schlöndorff oder Ernst Lubitsch fehlen erst einmal. Diese habe man nicht vergessen, sondern sie würden in den nächsten Jahren hinzukommen, sagte Jurymitglied Hans Helmut Prinzler. Jedenfalls stelle diese erste Auswahl keine Rangfolge dar. Berlinale-Chef Dieter Kosslick, ebenfalls Juror, fügte hinzu: "Dieser Boulevard wird sein wie ein schöner Baum und durch Wachstum immer vielfältiger."

Neben den 48 Zentimeter großen Messingsternen soll es zunächst 23 fest installierte Kameras geben, sogenannte "Sternengucker". Durch sie kann man den jeweiligen Star "wie einen Geist" über seinem Stern schweben sehen. Abends wird die Installation von Scheinwerfern bestrahlt.

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