Jugendarbeitslosigkeit

Arbeitsagentur plant Datenbank für Schüler und Studenten

Detlef Scheele, Chef der  Bundesagentur für Arbeit

Foto: Daniel Karmann / dpa

Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit

BA-Chef Scheele im Abendblatt-Interview: Karrieren junger Menschen sollen nachverfolgt werden können, bis sie 25 Jahre alt sind.

Hamburg.  Beim Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit geht die Bundesagentur für Arbeit (BA) neue Wege. "Wir wollen erstmals eine umfassende Datenbank mit Schulen und Jugendämtern aufbauen, um die Karrieren von jungen Menschen nachverfolgen zu können, bis sie 25 Jahre alt sind", sagte BA-Chef Detlef Scheele in einem Interview mit dem " Hamburger Abendblatt".

"Bislang gehen uns bundesweit noch viele junge Menschen etwa nach einem abgebrochenen Studium von der Angel, fallen aus dem Beratungssystem. Und wir haben bislang noch nicht einmal einen genauen Überblick darüber, wie viele es sind", so Scheele weiter. "Das ist unbefriedigend." Der Übergang von Schule und Beruf sei aber elementar wichtig, so Scheele weiter.

20 Prozent brechen akademische Laufbahn ab

"Wir möchten bereits ab Klasse 8 vor Ort in den Schulen beraten, das möchten auch die Arbeitgeber", so der BA-Chef. Die Erfahrung der Bundesagentur für Arbeit zeige, dass nicht selten ein Hochschulstudium begonnen werde, ohne andere Alternativen wie zum Beispiel ein duales Studium richtig zu durchdenken. "Im Schnitt brechen mehr als 20 Prozent der Studierenden ihre akademische Laufbahn ab. Da läuft offenbar auch grundsätzlich etwas schief", so Scheele.

Das komplette Interview lesen Sie in der Montagsausgabe des Hamburger Abendblatts.

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