Hamburg . Für einen zweistelligen Millionenbetrag wurde das 345 Meter lange Schiff bei der Reederei Blohm + Voss umgebaut und saniert.

Die Königin lässt ihre Gäste etwas warten. Kurz vor 14 Uhr haben am Freitag drei Schlepper vor dem Trockendock Elbe 17 bei der Werft Blohm + Voss Position bezogen. Sie sollen das große Dock-Tor wegziehen, damit die „Queen Mary 2“ nach 19 Tagen Werftarbeiten im Trockenen wieder Fahrt aufnehmen kann. Aber noch drehen sich die Kräne, um die letzten Arbeiter und Ausrüstungsgegenstände von Bord auf die Kaikante zu setzen.

Seit dem 27. Mai ist das Flaggschiff der Reederei Cunard für das größte Umbau- und Modernisierungsprogramm seit der Indienststellung vor zwölf Jahren bei Blohm + Voss. Einen hohen zweistelligen Millionenbetrag hat das britische Kreuzfahrtunternehmen dafür spendiert.

Kolossal: Die Queen Mary 2 im Dock

Spiegelt sich: Die
Spiegelt sich: Die "Queen Mary 2" im Dock bei Blohm + Voss im Hamburger Hafen © Arndt Büthe
Landungsbrücken: Die
Landungsbrücken: Die "Queen Mary 2" im Dock bei Blohm + Voss im Hamburger Hafen © Arndt Büthe
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Die "Queen Mary 2" im Dock bei Blohm + Voss im Hamburger Hafen © Arndt Büthe
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Die "Queen Mary 2" im Dock bei Blohm + Voss im Hamburger Hafen © Arnd Büthe
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Die "Queen Mary 2" im Dock bei Blohm + Voss im Hamburger Hafen © Arndt Büthe
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Die "Queen Mary 2" im Dock bei Blohm + Voss im Hamburger Hafen © Arndt Büthe
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Die "Queen Mary 2" im Dock bei Blohm + Voss im Hamburger Hafen © Arndt Büthe
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Die "Queen Mary 2" im Dock bei Blohm + Voss im Hamburger Hafen © Arndt Büthe
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Die "Queen Mary 2" im Dock bei Blohm + Voss im Hamburger Hafen © Arndt Büthe
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Die "Queen Mary 2" im Dock bei Blohm + Voss im Hamburger Hafen © Arndt Büthe
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Die "Queen Mary 2" im Dock bei Blohm + Voss im Hamburger Hafen © Arndt Büthe
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Um 14.31 Uhr ist es dann soweit. Die Elbe ist abgesperrt, die Schlepper beginnen das Dock-Tor zu entfernen. Acht Minuten später heißt es „Leinen los“ und die 345 Meter lange Queen wird von einem Schlepper in Zeitlupentempo aus dem Dock gezogen. Das ganze ist Maßarbeit, denn das Schiff darf ja nicht mit dem Heck gegen die vorsorglich von Schaulustigen geräumten Landungsbrücken am gegenüberliegenden Elbufer rammen.

"God Save The Queen" ertönt im Hafen

Der frisch gestrichene Schiffsrumpf glänzt im Sonnenlicht, das gerade durch die dicken Wolken bricht. Aus Lautsprechern ertönt die englische Nationalhymne, Ausflugsboote mit Zuschauern verfolgen das Spektakel aus gehörigem Abstand. Rund 1.500 Werftarbeiter, 2.300 Arbeiter anderer Firmen sowie 1.200 Crewmitglieder haben dafür gesorgt, dass die Queen rechtzeitig fertig geworden ist. In Knapp drei Wochen wurden insgesamt 50 neue Kabinen ein- oder umgebaut, 35 davon im vorderen Bereich von Deck 13. Hierfür hatte Blohm + Voss mehrere Stahldecksektionen mit einen Gesamtgewicht circa 200 Tonnen vorgefertigt, die auf Deck 13 installiert wurden. Die übrigen Kabinen, Restaurants Bars und andere Annehmlichkeiten wurden modernisiert. Rund 40.000 Quadratmeter frischer Teppich ist verlegt worden, 6.500 neue Möbelstücke sowie 4.000 neue Bilder wurden an Bord gebracht.

Und bei all dem ist die Schiff ein Stückgewachsen: Durch den Ausbau erhöht sich die Passagierkapazität der „Queen Mary 2“ um 85 auf jetzt 2.705 Passagiere.

Um 14.50 Uhr schwingt der Bug aus dem Dock. Ein weiterer Schlepper steht bereit um das Schiff zu drehen. Im tiefsten Bariton tutet es viermal mit seinem Schiffshorn zum Abschied.

Dann fährt das Schiff zum Kreuzfahrtterminal Steinwerder. Von dort soll es zu dreitägigen Probefahrten aufbrechen, bei denen die gesamte Technik getestet wird. Denn auch die Antriebe wurden erneuert. Am 21. Juni werden dann erstmals Passagiere die neugestaltete „Königin der Meere“ betreten. Am Abend heißt es Abschied nehmen, denn dann verlässt das Schiff Hamburg wieder. Über Southampton fährt es nach New York. Die Zurückgelassenen müssen nicht traurig sein: Schon am 15. Juli wird die „Queen Mary 2“ die Hansestadt wieder besuchen.

Die "Queen Mary 2" dockt bei Blohm+Voss ein

Das Kreuzfahrtschiff
Das Kreuzfahrtschiff "Queen Mary 2" passiert zunächst die Landungsbrücken, dann beginnt das komplizierte Eindockmanöver © dpa | Daniel Reinhardt
Ganz vorsichtig in Position schippern ...
Ganz vorsichtig in Position schippern ... © dpa | ... noch ein Stück
... noch ein Stück
... noch ein Stück © dpa | Daniel Reinhardt
Tausende Schaulustige genossen das Wetter und das spannende Eindockmanöver
Tausende Schaulustige genossen das Wetter und das spannende Eindockmanöver © dpa | Daniel Reinhardt
Geschafft! Das 345 Meter lange Schiff liegt im 360 Meter langen Trockendock
Geschafft! Das 345 Meter lange Schiff liegt im 360 Meter langen Trockendock © dpa | Daniel Reinhardt
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