03.12.12

Marienthal

Kita-Planung in Wandsbek scheitert an Parkplatzmangel

Astrid Frahm möchte eine Kita an der Ziethenstraße eröffnen, doch die Verkehrsbehörde befürchtet Verkehrschaos. Es gebe zu wenig Parkplätze.

Von Hannah Boedekker
Foto: pa/chromorange
Kita-Schild
Eine Kita an der Ziethenstraße wird es so schnell wohl nicht geben. Die Verkehrsbehörde fürchtet ein Verkehrschaos, weil es zu wenige Parkplätze gibt

Hamburg. Astrid Frahm hatte sich alles so schön ausgemalt. Die Erzieherin wollte ihre eigene kleine Kita in Marienthal gründen. Das mündliche Einverständnis des Bauprüfungsausschusses für den Umbau eines Wohnhauses an der Ziethenstraße hatte sie bereits. Doch nun Scheitern die Pläne wegen eines Vetos der Verkehrsbehörde. Grund seien die mangelnden Parkmöglichkeiten an dem Standort.

"Der Standort ist gekennzeichnet durch erhöhten Parkdruck aufgrund des dortigen Gewerbegebietes", sagt Holger Vehren, Sprecher der Polizei Hamburg. Auf dem Grundstück selbst gebe es zu wenig Stellplätze, auf der Straße zu parken hätte wiederum Auswirkungen auf die vor der Haustür gelegene Bushaltestelle, und damit auf den Verkehrsfluss. Insgesamt schätzt die Behörde die Situation als zu gefährlich ein. "Durch diese Rahmenbedingungen ist damit zu rechnen, dass die Verkehrsbedingungen auch in den Kreuzungsbereich Holstenhofweg reichen und es zu vermehrten Verkehrsunfällen führen könnte. Die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs wären eingeschränkt."

Die Erzieherin Astrid Frahm war bisher als Tagesmutter für Kleinkinder zuhause tätig, nun wollte sie ihre Gruppe auch für ältere Kinder öffnen, vor allem aufgrund der großen Nachfrage. Vor drei Monaten hat sie den Bauvorantrag gestellt und bisher sah es erfolgsversprechend aus: "Wir wollen eine kleinere Kita eröffnen, gerade mal 24 Plätze. Wir haben eine Garten, die Infrastruktur stimmt, und das Haus ist für alle unsere Eltern gut erreichbar".

Um die Parksituation zu entlasten, schlug sie einen hauseigenen Bring- und Abholdienst für die Stoßzeiten vor. Doch das Grundstück, so die Verkehrsbehörde, habe dafür nicht die geeigneten Kapazitäten.

Makler Björn Bockelmann konnte das Haus an der Ziethenstraße bislang noch für Astrid Frahm freihalten, ganz verstehen kann er die Einwände der Behörde nicht: "Natürlich ist die Verkehrssicherheit, und die damit verbundene Sicherheit der Kinder das Wichtigste. Aber es ist so schwierig in Hamburg einem geeigneten Platz für eine neue Kita zu finden, da war dieser Standort ein Glückstreffer. Ich kann nicht verstehen, dass es dann an der angeblichen Parknot scheitert". Insbesondere, da er andere Kita-Einrichtungen in Hamburg kenne, wo die Parksituation um einiges schlimmer sei.

Auf bezirkspolitischer Ebene möchte man Astrid Frahm mit ihrem Vorhaben unterstützen. Rainer Schünemann, SPD, der dem Bauprüfungsausschuss beiwohnt, wünscht Astrid Frahm, dass sie einen alternativen Standpunkt in der Nähe findet: "Eine Kita in dem Bereich würde auf jeden Fall Sinn machen. Die SPD Fraktion hat die Verwaltung gebeten, gemeinsam mit der Vekehrsbehörde zu prüfen, ob es nicht doch eine Realisierungsmöglichkeit gibt." Doch die ablehnende Stellungnahme der Behörde sei auch für den Ausschuss bindend.

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