27.02.13

Kriminalität

Zahl der Raubdelikte in Hamburg ist gestiegen

Die Polizei verzeichnete im Vorjahr jedoch insgesamt einen leichten Rückgang der Straftaten. Die Jugendkriminalität geht weiter zurück, es gab weniger Autobrände und Kfz-Diebstähle.

Foto: pa/dpa/dpa-ZB

In Hamburg wurde am Mittwoch die neue Kriminalstatistik vorgestellt (Symbolbild)
In Hamburg wurde am Mittwoch die neue Kriminalstatistik vorgestellt (Symbolbild)

Hamburg. Die Zahl der Straftaten ist im vergangenen Jahr leicht gesunken, es gab ein Minus um 0,6 Prozent auf 227.570 Fälle. Allerdings ging auch die Aufklärungsquote zurück, von 44,3 Prozent auf 43,1 Prozent. Dies geht aus der neuen Kriminalstatistik hervor, die Innensenator Michael Neumann (SPD) und Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch am Mittwoch vorstellten.

Auffällig ist neben dem Anstieg der Einbrüche (plus knapp zehn Prozent, das Abendblatt berichtete bereits exklusiv), dass die Zahl der Raubdelikte zugenommen hat - um 152 auf 2.877 Fälle.

Insgesamt verzeichnete die Polizei einen Rückgang der Gewaltdelikte 2012 um 1,9 Prozent beziehungsweise 171 Taten auf 8.660 Fälle. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf die Abnahme der gefährlichen und schweren Körperverletzungen um 359 (minus 6,1 Prozent) auf 5.559 Taten zurückzuführen, hieß es bei der Vorstellung der Statistik.

Erfreut zeigten sich Neumann und Kopitzsch über den weiter rückläufigen Trend auf dem Gebiet der Jugendkriminalität. Im Jahr 2012 wurden 13.989 Tatverdächtige unter 21 Jahren ermittelt, 951 beziehungsweise 6,4 Prozent weniger als im Jahr 2011. Im Zehn-Jahres-Vergleich sank die Zahl der sogar um 27,5 Prozent.

Der Rückgang betrifft demnach beide Geschlechter, der Anteil von Mädchen an allen Tatverdächtigen unter 21 liegt derzeit bei 27,9 Prozent. Bei der Jugendgewaltkriminalität fällt der Rückgang mit 13,5 Prozent noch deutlicher aus: 2012 ermittelte die Polizei im Bereich Gewaltkriminalität insgesamt 2.238 Tatverdächtige unter 21, das sind 349 weniger als 2011. Ihr Anteil an allen Tatverdächtigen bei Gewaltdelikten reduzierte sich nochmals spürbar von 35,6 auf 32,1 Prozent. Neumann und Kopitzsch machen dafür die verbesserte, übergreifende Behördenarbeit verantwortlich.

Bemerkenswert sei, dass es im Jahr 2012 erstmals keinen Banküberfall in der Hansestadt gab.

Mehr Tötungsdelikte

Bei den Tötungsdelikten verzeichnete die Polizei eine Zunahme um 14 auf insgesamt 75 versuchte und vollendete Taten, bei Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen stiegen die Fallzahlen um 25 auf 169, lagen damit aber immer noch deutlich unter dem Durchschnitt (238 Fälle) der vergangenen zehn Jahre.

Das Thema Autobrände, das seit 2010 die Polizei und die Medien intensiv beschäftigt hatte, scheint sich "beruhigt" zu haben. 2012 war im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen um 132 (minus 45,1 Prozent) auf 161 Taten zu verzeichnen. In mehr als 60 Prozent der Fälle kam Vandalismus als Motiv in Frage. Als gute Nachricht werteten die Ermittler, dass die Aufklärungsquote bei verdoppelt werden konnte, von 12,6 Prozent (2011) auf 25,5 Prozent.

Zahl der Autodiebstähle sank

Die Zahl der Autodiebstähle reduzierte sich auf 18.953 Fälle (minus 3,9 Prozent). Das ist laut Polizei der niedrigste Wert in Hamburg seit mehr als 40 Jahren. Entsprechend gingen auf die Diebstähle der bei den Tätern besonders begehrten Navigationsgeräte um 460 (- 13 Prozent) auf 3.091 Fälle zurück, die Zahl der gestohlenen Airbags verminderte sich sogar um 20,7 Prozent auf 589 - das sind 154 Fälle weniger als 2011.

Wie das Hamburger Abendblatt vorab erfuhr, ist die Zahl der Einbrüche in der Hansestadt im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 2012 gab es rund 9,4 Prozent mehr Haus- und Wohnungseinbrüche als im Jahr zuvor. Die Entwicklung in Hamburg deckt sich mit dem Bundestrend. Die ohnehin niedrige Aufklärungsquote – bisher lag sie bei 8,3 Prozent – ist offenbar noch einmal um 0,4 Prozent gesunken. Bei 40 Prozent der gemeldeten Taten sei es aber beim Versuch geblieben.

(HA)

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