Hamburger Hafen Chinesische Parfüm-Fälscher machen Chanel zu "Chamele"

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Leichtes Spiel für den Zoll im Hamburger Hafen: Die Schreibschwäche chinesischer Parfüm-Fälscher verhinderte einen Schaden von drei Millionen Euro. Die Flakons waren für Italien bestimmt.

Waltershof. Die offensichtliche Rechtschreibschwäche chinesischer Betrüger hat den Hamburger Zoll auf die Spur zweier gefälschter Parfüm-Ladungen im Hafen der Hansestadt geführt. Die 40-Fuß-Container, die bereits Anfang Januar kontrolliert wurden, waren randvoll mit den hochwertigen Flakons verschiedenster Modelabel und Parfümanbieter gefüllt, von Hugo Boss bis Joop.

Falsche Markennamen auf Verpackungen

Dass die Flakons gefälscht waren, offenbarte sich erst auf den zweiten Blick: Die Fälscher hatten die Verpackungen zum Teil mit falschen Markennamen bedruckt: Die französische Modemarke Chanel hieß dort etwa "Chamele". Während der spanische Modeschöpfer Paco Rabanne auf den Flakons noch richtig geschrieben stand, transformierte sich sein Name auf den dazugehörigen Verpackungen zu "paco rebane".

Schaden von drei Millionen Euro

Wären die Parfüm-Lieferungen, die für den italienischen Markt bestimmt waren, verkauft worden, hätten sie einen Schaden von knapp drei Millionen Euro verursacht, sagte Zoll-Sprecher Udo Storch zu abendblatt.de. Sie sollen in den kommenden Wochen vernicht werden.