26.02.13

Fahndung

Hund aus Müllpresse gerettet - jetzt Belohnung ausgesetzt

Kratzgeräusche aus dem Inneren eines Müllwagens alarmierten einen Arbeiter in Bremen. Der Mann hielt an, schaute nach und fand einen kleinen Hund im Mülldepot des Lasters – kurz vor dem Schredder.

Foto: Polizei Bremen

Hund Oskar wurde aus einem Müllwagen gerettet
Hund Oskar wurde aus einem Müllwagen gerettet

Bremen. In letzter Sekunde ist in Bremen ein ausgesetzter Hund einem grausigen Tod in einer Müllpresse entronnen. Ein Arbeiter rettete das Tier. Der Mann hatte einen großen Abfallcontainer in seinem Müllwagen entladen und war schon weitergefahren, als er plötzlich Kratzgeräusche hörte. Der Mann stoppte und fand den abgemagerten Hund im Mülldepot des Lasters kauernd – unmittelbar vor dem Schredder.

Das etwa 40 Zentimeter kleine Tier konnte sich nicht selbst befreien, weil es immer wieder abrutschte. "Er hatte nicht die Kraft", berichtete der Müllwerker Joachim Panneck geschockt. "Ich habe so etwas noch nie gesehen."

Das Tier zitterte am ganzen Körper und hatte nach Polizeiangaben vor Angst bereits Folien und andere Kunststoffe gefressen. Eine Streifenwagenbesatzung brachte den offensichtlich ausgesetzten Hund in eine tierärztliche Klinik. Dort erholt er sich inzwischen von den Strapazen.

Etwas vorschnell tauften die Beamten das Tier auf den Namen Oskar – nach der Sesamstraßenfigur "Oskar aus der Mülltonne" – und wünschten ihm künftig ein besseres Leben. Nach Angaben von Wolfgang Apel vom Bremer Tierschutzverein ist Oskar jedoch ein Weibchen: "Sie hat schon etwas zugenommen und kommt durch. Vielleicht kann sie bald ins Tierheim gebracht und später an einen verantwortungsvollen Besitzer vermittelt werden", hofft Apel.

"Das war kein Kavaliersdelikt, sondern eine ganz fiese, außergewöhnliche Nummer", sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittler hoffen jetzt über eine Veröffentlichung des Hundefotos auf den Täter zu stoßen. Dem drohen nach Angaben von Apel eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren wegen Tierquälerei oder eine Geldstrafe bis zu 25.000 Euro. Der Fall gehe über die übliche Brutalität weit hinaus, wenn Tiere etwa zur Ferienzeit ausgesetzt würden. Für Hinweise auf den Täter hat der Tierschutzverein eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.

(lni)
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