09.01.13

Niedersachsen

46-Jähriger nach 20 Jahren wegen Mordes vor Gericht

Nach dem gewaltsamen Tod einer 23-Jährigen vor mehr als 20 Jahren hat ein heute 46-Jähriger beim Prozessauftakt die Tat gestanden.

Von Anita Pöhlig
Foto: DPA
Statue Justitia - Weniger Verfahren vor Gerichten
Justitia (Symbolbild)

Braunschweig. Mehr als 20 Jahre nach dem Mord an einer 23-Jährigen hat ein 46-Jähriger am Mittwoch vor dem Braunschweiger Landgericht die Tat gestanden. Er galt die ganze Zeit als möglicher Täter, doch erst neue Analysemethoden haben den Verdacht erhärtet. Nach einem anonymen Hinweis hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig den Fall wieder aufgerollt. "Es ist nicht auszuschließen, dass seine Schuldfähigkeit zur Tatzeit stark vermindert war", sagte Oberstaatsanwältin Kirsten Stang.

Der Mann war bereits zur Tatzeit am 19. Oktober 1992 wegen mehrerer Sexualdelikte verurteilt und Patient im Landeskrankenhaus Moringen bei Göttingen. Er nahm damals an einem Therapieausflug nach St. Andreasberg in den Harz teil und entfernte sich ungefragt von der Gruppe. Im Wald traf er die junge Frau. Ihre bereits teilweise skelettierte Leiche wurde fünf Monate nach der Tat von Kindern entdeckt.

Er habe damals schon seit langem Gewaltfantasien gehabt, schilderte er ruhig und distanziert im Gerichtssaal. Er sei seinem Opfer gefolgt und habe die 23-Jährige schließlich gezwungen, den Weg zu verlassen und in eine Schonung zu gehen. Dort habe er sie mit Klebeband gefesselt, ihr die Augen verklebt, ausgezogen und vergewaltigt. Als er auch Oralverkehr forderte, habe sie ihn zurückgestoßen. Daraufhin habe er die Frau bei den Haaren gepackt und den Kopf mehrfach auf den Boden geschlagen.

Als er ging, habe sie sich noch bewegt, sagte er. Danach habe er schon gewusst, dass er "Scheiße gebaut" habe. "Ich habe gedacht, wenn ich Glück habe, geht sie nicht zur Polizei."

Die Oberstaatsanwältin geht davon aus, dass der Angeklagte die junge Frau erschlagen hat, damit sie ihn nicht wiedererkennen konnte. Der Prozess ist bis Mitte Februar terminiert.

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