01.01.13

Silvester in Norddeutschland

Auf dem Weg zur Party: Frau stirbt nach Sturz in die Weser

Bremer Feuerwehr meldet einen "unruhigen" Jahreswechsel. Böller verursachen Brände und Sachschäden in Mecklenburg-Vorpommern.

Foto: Picture alliance, dpa
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Blaulicht (Symbolbild)

Hamburg. Das neue Jahr hat für die Polizei und Feuerwehr in Niedersachsen verhältnismäßig ruhig angefangen. Es habe zwar deutlich mehr Einsätze gegeben, als an einem normalen Wochenende. Es sei dabei aber bei kleineren Vergehen geblieben. "Wir hatten ein relativ normales Silvester. Zu wirklich großen Einsätzen ist es nicht gekommen. Es gab kleinere Schlägereien und Sachbeschädigungen aber nichts herausragendes", sagte ein Sprecher das Niedersächsischen Innenministeriums am Dienstagmorgen.

Wenn die Böller zweimal brennen: Hausverwalter sorgt für Brand

Er wollte doch nur für Ordnung sorgen: Ein Hausverwalter hat in der Nacht zum Dienstag einen Brand in einem Mehrfamilienhaus in Cuxhaven verursacht. Zehn Menschen mussten mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Der reinliche Verwalter hatte nach Ende der Silvester-Böllerei die abgebrannten Feuerwerkskörper eingesammelt und in einen Müllbeutel gepackt, den er vor seiner Tür im Keller des Hauses deponierte. "Leider waren nicht alle Knaller aus und der Beutel fing an zu brennen", erzählte ein Sprecher der Polizei Oldenburg. Wegen der starken Rauchentwicklung konnten die Bewohner ihre Wohnungen nicht verlassen und mussten von der Feuerwehr gerettet werden.

Drei Kleinkinder nach Kellerbrand im Krankenhaus

Drei Kleinkinder mussten nach einem Kellerbrand in Göttingen in der Silvesternacht ins Krankenhaus. Fünf weitere Menschen wurden leicht verletzt. Aus bislang ungeklärter Ursache war kurz nach Mitternacht ein Feuer im Keller eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden insgesamt acht Menschen, darunter drei Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren, verletzt und kamen mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Die drei Kinder seien vorsorglich zur Beobachtung in der Klinik geblieben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Göttingen am Dienstagmittag. Die fünf Erwachsenen konnte bereits in der Nacht wieder nach Hause. Nach ersten Schätzungen der Polizei entstand ein Schaden von rund 50.000 Euro.

Viel Arbeit in Silvesternacht für Polizei und Feuerwehr im Norden

Die Silvesternacht hat Polizei und Feuerwehr in Schleswig-Holstein viel Arbeit beschert. Die Zahl der Einsätze habe aber nicht über dem Niveau des Vorjahres gelegen, hieß es von den Rettungsleitstellen. In Neustadt in Holstein brannte es aus noch ungeklärter Ursache im Personalwohnheim einer psychiatrischen Klinik. Die Feuerwehr brachte mehr als 20 Menschen in Sicherheit, eine Person sei über eine Leiter aus dem Gebäude gerettet worden, sagte Kreiswehrführer Ralf Thomsen. Die Flammen konnten schnell gelöscht werden, Menschen kamen nicht zu Schaden.

In Kiel musste die Polizei 189 Mal ausrücken, vor einem Jahr waren es noch 215 Einsätze gewesen. In 17 Fällen nahmen die Beamten Anzeigen wegen Körperverletzung auf, 14 Mal unterstützten sie die Feuerwehr bei Bränden. Am frühen Morgen wurde die Polizei in der Landeshauptstadt zu einem Unfall mit vier Verletzten gerufen. Eine betrunkenen Frau war mit ihrem Auto auf ein stehendes Taxi aufgefahren. Zwei Fahrgäste und der Taxifahrer kamen ins Krankenhaus, die Frau erlitt leichte Verletzungen.

Ein Sprecher der Leitstelle Nord in Harrislee bei Flensburg sagte, das regnerische Wetter sei "polizeifreundlich" gewesen. "Das hat einige abgekühlt." In Flensburg stürzte ein alkoholisierter Mann ins Hafenbecken. Er wurde gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. In Norderstedt bei Hamburg musste die Feuerwehr fünf brennende Container löschen. Im Osten des Landes zählte die Polizei 420 Einsätze, etwa so viele wie im Vorjahr.

"Unruhiger" Jahreswechsel für Bremer Feuerwehr

Einen "unruhigen" Jahreswechsel hat die Bremer Feuerwehr erlebt. Wie sie am Dienstag mitteilte, musste die Retter in der Silvesternacht 68 Lösch- und Hilfseinsätze fahren. Viele Feuerwerkskörper hätten sich wegen des starken Windes auf Balkone und in Bäume verirrt und dort Brände entfacht. Mehrere Feuer seien gleichzeitig ausgebrochen und hätten "massiv Kräfte" gebunden. Eine Reihe von Personen sei wegen Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Außerdem mussten 135 Rettungseinsätze gefahren werden, vorwiegend wegen Verletzungen durch Feuerwerkskörper sowie übermäßigen Alkoholgenusses.

Frau stirbt am Silvesterabend nach Sturz in die Weser

Auf dem Weg zu einer Silvesterparty auf einem Schiff ist eine Frau in Bremen in die Weser gefallen und später gestorben. Die 61-Jährige sei am Montagabend ins Wasser gestürzt, als sie mit einer Gruppe über einen Schiffsanleger an Bord ging, sagte ein Mitarbeiter der Polizeileitstelle. Polizei und Feuerwehr suchten mit Booten nach der Frau und konnten sie nach kurzer Zeit aus dem Fluss ziehen. Wie die Polizei am frühen Dienstagmorgen mitteilte, wurde versucht, die Frau wiederzubeleben. Sie starb jedoch. Wie es zu dem Sturz kam, ist noch unklar. "Wir gehen von einem Unglücksfall aus", sagte der Polizist.

Brände und Sachschäden in Mecklenburg-Vorpommern

Silvester-Böller haben zum Jahreswechsel in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Brände ausgelöst. In Neubrandenburg mussten wegen eines Feuers auf einem Balkon acht Menschen von den Rettungskräften in Sicherheit gebracht werden, wie das Polizeipräsidium mitteilte. Nach dem Löschen der Flammen konnten die Bewohner in ihr Haus zurück. Es entstand nur geringer Sachschaden.

In Greifswald brannte am Montagabend eine Sporthalle. Am Dach des Gebäudes habe Dämmmaterial in Flammen gestanden, hieß es von der Polizei. Der Schaden belaufe sich auf 10.000 Euro.

In Pasewalk zerstörten Unbekannte eine Telefonzelle. Sie hätten vermutlich einen nicht zugelassenen Böller aus Polen gezündet. Die Beamten stellten noch in der Nähe des Tatorts vier Verdächtige, die solche Knaller dabeihatten. Sie wurden wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz angezeigt.

Etwa 20.000 Euro Sachschaden entstand bei einem Scheunenbrand in Loitz (Vorpommern-Greifswald). Die Brandursache ist laut Polizei noch ungeklärt. In Kröslin bei Wolgast (Vorpommern-Greifswald) löschte die Feuerwehr einen Heckenbrand, der auf ein Wohnhaus überzugreifen drohte.

Aufgebrachte 14-Jährige attackiert Polizeibeamtin

Eine 14-Jährige hat in der Silvesternacht eine Polizeibeamtin in Wismar angegriffen und leicht verletzt. Die Beamten seien von einem Zeugen alarmiert worden, demzufolge ein 27 Jahre alter Mann dem Mädchen ins Gesicht geschlagen hatte, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Als die Polizisten versuchten, den Sachverhalt zu klären, habe die 14-Jährige plötzlich die Beamtin attackiert. Das Mädchen sei völlig aufgebracht gewesen und habe heftigen Widerstand geleistet. Es habe die Anwesenden mit dem Tode bedroht und versucht, sie mit Glasscherben anzugreifen. Schließlich konnten die Beamten das Mädchen bändigen und der Mutter übergeben.

Mit Material von dpa
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