Niedersachsen Zug entgleist bei Rangierfahrt in Oldenburg

Unfallursache noch unklar. Hilfszug soll entgleiste Bahn wieder auf die Schienen setzen. Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Oldenburg. Bei einer Rangierfahrt im Bahnhof Oldenburg ist am Sonntagvormittag ein Zug entgleist. Der Lokführer blieb unverletzt. Reisende saßen nicht im Zug, sagte ein Sprecher der privaten Nordwestbahn, der der Zug gehört. Bei dem Unfall kippte aber ein Oberleitungsmast um, so dass es im Zugverkehr rund um Oldenburg zu großen Behinderungen kam.

"Wir hoffen, dass am frühen Abend alles wieder nach Plan läuft", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. "Wir hören von den Technikern unterschiedliche Prognosen", ergänzte der Sprecher der Nordwestbahn, Timo Kerßenfischer.

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. "Wir haben verschiedene Vermutungen, aber bisher sind das alles nur Spekulationen", sagte der Sprecher der Nordwestbahn. Klar sei bisher nur, dass der Zug in einer Weiche aus den Gleisen gesprungen sei. Denkbar sei unter anderem ein Bedienfehler.

Am Nachmittag reiste ein Expertenteam der Deutschen Bahn an und versuchte, den Schaden an der Oberleitung zu beheben. Außerdem kam ein sogenannter Hilfszug, der die entgleiste Bahn wieder in die Schienen setzen sollte.

Die Bahn richtete einen Bus-Ersatzverkehr ein. Fernverkehrszüge in Richtung Emden endeten bereits in Delmenhorst, der Regionalverkehr aus Osnabrück wurde in Sandkrug gestoppt.