27.02.13

Schauspielerin

Für Natalia Wörner ist Hamburg fast wie ein zweites Zuhause

Zehn Jahre hat Natalia Wörner in Hamburg gelebt. Einmal im Jahr dreht die beliebte Schauspielerin an der Elbe - und freut sich immer darauf.

Von Janina Kirsch
Foto: Pressebild.de/Bertold Fabricius
 Martin Brambach mit Natalia Wörner
Zwei Schauspielkollegen, die sich gut verstehen: Martin Brambach mit Natalia Wörner

Blankenese. Die Wolken hängen tief, der Hamburger Himmel ist grau, und die Anne-Frank-Straße in Blankenese ist wie leer gefegt - genau der richtige Tag, um einen Krimi zu drehen.

Vor einem mit Efeu bewachsenen Haus stehen mehrere Wohnwagen, Kameras, eine kleine Kaffeebude. Es ist der letzte Drehtag für Schauspielerin Natalia Wörner und die Crew der Network Movie Film- und Fernsehproduktion, die an der Elbe den neunten Film der ZDF-Krimireihe "Unter anderen Umständen" aufgenommen haben. Wörner, die von der ersten Drehminute an im Jahr 2006 als Kommissarin Jana Winter dabei ist, beschreibt die Atmosphäre am Set als "freundschaftlich, fast schon familiär": "Wenn man so viele Jahre zusammenarbeitet, entwickelt sich ein besonderes Vertrauen. Man kennt sich einfach richtig gut."

Sowohl Regisseurin Judith Kennel, Kamerafrau Nathalie Wiedemann und Schauspielkollege Martin Brambach sind fester Bestandteil des Teams. "Es ist wie ein Familientreffen", bestätigt Martin Brambach, der in der Rolle des Polizeichefs Arne Brauer nun schon seit sieben Jahren an der Seite von Natalia Wörner spielt. "Wir tauschen uns auch privat über die Drehbücher aus. Das ein oder andere Mal wurde sogar schon mal was verändert, weil es uns nicht gefallen hat", sagt Brambach. Langweilig sei es nach all den Jahren der Zusammenarbeit nie geworden. Und auch Natalia Wörner sagt, sie freue sich immer sehr auf die Dreharbeiten - auch weil die gebürtige Stuttgarterin dann wieder nach Hamburg kommt. "Immerhin habe ich zehn Jahre lang hier gelebt", sagt die 45-Jährige, die nach dem Schulabschluss auch als Model in Mailand und Paris erfolgreich war. Ihre "Hamburger Gang", wie sie ihre Freunde augenzwinkernd nennt, kämen während der Dreharbeiten aber leider zu kurz. "Nach einem Elf-Stunden-Tag habe ich oft keine Lust mehr, mich abends noch zu treffen."

Das Privatleben der Schauspielerin spielt sich überwiegend in Berlin ab, während der Produktionszeit in Hamburg hat sie sich im Aspria Uhlenhorst am Hofweg eingenistet. "Schön, wenn man nach einem langen Arbeitstag auch noch was für sich selbst machen kann. Sport oder Wellness zum Beispiel."

Der Tagesablauf: Zwischen 7.30 Uhr und 8 Uhr morgens geht es ab in die Maske, danach folgen kurze Proben, bevor es gegen 10 Uhr mit dem Dreh losgeht. Heute ist ein Tag, an dem Natalia Wörner besonders lange probt. Es seien sehr emotionale Szenen, die sehr viel Konzentration erforderten, erklärt eine Mitarbeiterin der Aufnahmeleitung. Eine Stunde lang werden die Szenen einstudiert, am Ende der Aufzeichnung ist das Gesicht von Natalia Wörner verweint.

Schnitt. Die Szene ist im Kasten, das Set wird umgebaut, und Natalia Wörner hat Zeit für eine kurze Pause. Sie zieht ihren Mantel an, geht vor dir Tür und zündet sich eine Zigarette an. "Es tut gut, zwischendurch mal an die frische Luft zu kommen", sagt sie, nimmt einen tiefen Zug und blickt in den tristen Himmel. "Die Atmosphäre hier passt unheimlich gut zu den Filmen. Die haben auch eine gewisse Melancholie."

Einmal im Jahr ist Natalia Wörner als Kommissarin in Hamburg im Einsatz. Das ZDF würde gerne zwei Filme pro Jahr drehen, doch das möchte sie nicht. "Ich bin froh, dass ich auch Zeit für andere Projekte habe", sagt die Mutter eines Sohnes. Ihr letzter Kinofilm, die Komödie "Die Kirche bleibt im Dorf" der Hamburger Regisseurin Ulrike Grote, feierte deutschlandweit große Erfolge. "Wir sind sogar für die Lola als bester Film vornominiert", erzählt sie stolz. Seitdem dies bekannt geworden sei, stünden die Telefone nicht mehr still. "Niemand von uns hat damit gerechnet, dass der Film ein kleines Kinowunder wird", sagt Wörner.

Allein aus diesem Grund müsse es auch unbedingt eine Fortsetzung geben. "Ich habe schon mit Ulrike gesprochen und die ersten Ideen ausgetauscht", erzählt Wörner, die im Jahr 2000 für ihre Leistung in "Bella Block" mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Im März will sie sich mit Regisseurin Ulrike Grote in Berlin treffen und an der ersten Drehbuchversion arbeiten. "Ich kann schon so viel verraten - es wird eine sehr witzige Geschichte."

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