Soziales Nina Bott: Eine Handtasche für den guten Zweck

Foto: Marcelo Hernandez

Die Hamburger Schauspielerin unterstützt die Taschenfirma Beliya, die Jugendlichen in Afrika den Schulbesuch ermöglicht.

Hamburg. Das Schönste an Nina Botts Handtasche ist dieser kleine Anhänger. "Himeetjiua" steht darauf. Es ist der Name eines fünfjährigen Mädchens aus Afrika. Denn mit dieser Handtasche finanziert Schauspielerin Bott, die derzeit in dem Stück "Achtung Deutsch" in der Komödie Winterhuder Fährhaus auf der Bühne steht, ein Jahr lang das Schulessen für Himeetjiua. "Ich habe doppelt Freude", sagt die 35-Jährige. "Erstens sieht die Tasche schön aus, zweitens tue ich Gutes."

Seit September 2012 gibt es die Taschenfirma Beliya. Deren Idee: Ein Teil des Gewinns geht an die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgezeichnete Stiftung Steps for Children, die Kindern in Afrika den Schulbesuch ermöglicht. Nun hat die Hamburgerin Nina Bott als Schirmherrin von Beliya symbolisch einen Scheck über 40-mal ein Jahr Schule an Steps for Children überreicht. "Als ich von dem spannenden Projekt gehört habe, war mir sofort klar, dass ich es unterstützen und den Kindern helfen möchte", sagt die Mutter eines Sohnes. Soziales Engagement sei für sie eine Selbstverständlichkeit. Und dafür setze sie auch gerne mal ihre Bekanntheit ein, sagt der Star aus "Gute Zeiten, schlechte Zeiten".

Botts Wunsch ist es, die Projekte, die von Beliya unterstützt werden, auch einmal direkt vor Ort zu besuchen - und dabei vielleicht auch die kleine Himeetjiua persönlich kennenzulernen.

Die beiden Gründerinnen der Marke, Annika Busse und Andrea Noelle, sind glücklich über die ersten 40 Schuljahre. Die beiden besten Freundinnen sind in Hummelsbüttel gemeinsam zur Schule gegangen, haben jeder für sich soziale Projekte im Ausland besucht und über Entwicklungspolitik promoviert. Nach ersten Berufsjahren in großen Unternehmen gründeten sie ihre eigene Firma. "Wir wollten einfach einen Unterschied machen und etwas Sinnvolles tun", sagt Noelle. Leben können sie von ihrer neuen Aufgabe noch nicht, noch müsse das Ersparte herhalten. "Aber wir glauben fest an die Idee", sagt Annika Busse.

Der Kauf der aus Retouren-Leder und Reststoffen gefertigten Taschen und Accessoires finanziert je nach Modell für ein Kind ein Jahr Schulgebühren, -uniform, -essen, -bücher oder Fahrten mit dem Schulbus. "Es ist toll, dass wir nun die ersten 40 Jahre zusammen haben", so Busse.