26.01.13

Bahrenfeld

Writers Room: Wo aus Träumen Wörter werden

Es ist wie eine WG, nur ohne Wohnen. Hier tippen bis zu zwölf junge Schriftsteller, gefördert von der Kulturbehörde, hoch konzentriert und meist schweigend vor sich hin.

Foto: Pressebild.de/Bertold Fabricius
Writers´ Room
Der Hamburger Writers Room an der Stresemannstraße ist einzigartig in Europa

Stefan Grund und Bertold Fabricius berichten aus dem Writers Room in Bahrenfeld, in dem die Küche das kommunikative Zentrum und die Toilette nach Wolfgang Borchert benannt ist - weil sie draußen vor der Tür liegt

Früher ratterten hier frisch gefalzte Stahldosen reihenweise über große Maschinen. Die Produktivität wurde in Stückzahlen gemessen. Heute glätten, stanzen und polieren die Arbeiter im alten Backsteingebäude der ehemaligen Dosenfabrik in Bahrenfeld im Schichtbetrieb Textflächen anstelle von Weißblechen. Bis sie funkeln und glänzen. Im Writers Room rattern Computertastaturen, hier werden rund um die Uhr frische Sätze fabriziert. Aktuell schreiben 35 Autoren an Romanen, Gedichten, Dreh- oder Sachbüchern, einige arbeiten an Übersetzungen.

Und heute schreibt unter der Dachschräge zusätzlich einer für das Hamburger Abendblatt eine Reportage über den Writers Room. Der ruhige, freundliche Geschäftsführer Hartmut Pospiech, der Einrichtung seit 16 Jahren als Autor verbunden, hat mir freundlicherweise ein Schreibkonto an einem der acht Computerarbeitsplätze im hohen Raum unter dem Dach eingerichtet. Die Schreib-Atmosphäre ist ungewohnt. Hier sitzen nicht wie im Newsroom einer Redaktion lauter Menschen zusammen, die ein gemeinsames Produkt erstellen, keiner ruft einem anderen etwas zu, trägt Seiten durch den Raum, spricht Änderungen ab. Und auch mit einem eigenen Arbeitszimmer lässt sich der Raum nicht vergleichen.

Stattdessen hocken hier ein paar Individualisten, deren Zahl ständig wechselt. Immer wieder kommt ein neuer hinzu, verlässt ein anderer die Schreibstube. Im großen Raum und im Nebenraum mit noch einmal vier Arbeitsplätzen tippen alle Anwesenden schweigend und hoch konzentriert vor sich hin und konsequent nebeneinander her. Kreativität ist mitzubringen. Der graue Teppich schluckt Geräusche. Wände und Dachbalken sind weiß gestrichen. Bilder oder Pflanzen, die vom Schreiben ablenken könnten, gibt es nicht.

An einer Wand steht ein Regal mit Fachliteratur und so vielen Aktenordnern, dass ein Finanzbeamter sich sofort zu Hause fühlen würde. Im Nebenraum ragen formschön schwarze Schließfachschränke auf. Als ich einen der Schreibenden neugierig frage, ob ich ihn stören dürfe, antwortet er leicht unwirsch mit einem glasklaren "Nein". Verstehe. Halbwegs. So kann ich nicht arbeiten. Also gehe ich erst mal nach nebenan in die Küche, wo ich vom Gemeinschaftsgefühl der Autoren erfahre, das es dem äußeren Anschein zum Trotz sehr wohl gibt.

Pospiech beschreibt den Writers Room als "WG, nur ohne Wohnen". Entsprechend wichtig ist die Küche als soziales und kommunikatives Zentrum. Ausgestattet ist sie mit einem beigen Sofa, einem Holztisch mit fünf Stühlen und einer Küchenzeile mit Spüle. An einem Hocker lehnt ein Sack Kartoffeln. In einem Regal harren zwei Pakete Nudeln, eine Stange Porree, Flachkräcker und Zwiebeln ihrer Verarbeitung.

Die einzige Dose ist eine Spardose, in die einen Euro werfen kann, wer mitessen möchte, was gerade ein Kollege gekocht hat. Neben der Spüle steht der Kaffeeautomat, auf den alle stolz sind, denn er kann doppelten Espresso, und die Stärke lässt sich mit einem Einstellrad nachjustieren. Eine gute Konzentrationshilfe. Ein ungenannt bleiben wollender Sponsor hat dem Writers Room den Automaten geschenkt. Sehr lecker der Kaffee, wirklich. Noch bin ich innerlich nicht so weit, dass ich schon an meinen Schreibtisch zurückkehren will.

"Anna mag Sekt, Salat, Regen, Gift." Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, von welchem der hier tätigen Lyriker diese Zeile stammt. Aber sie hängt in der Küche an einem Schließfach, gebildet aus Magnetwörtern, und ich finde sie plötzlich wahnsinnig inspirierend, was mit dem zweiten Kaffee zu tun haben könnte, den ich gerade getrunken habe. Aber einen Film, ein Gedicht oder einen Roman über Anna und ihre merkwürdigen Vorlieben werde ich nicht in Angriff nehmen, nicht mehr heute.

In der Küche erzählt mir Henry Holland, der später im Großraum einen Bildschirm weiter sitzen wird, direkt vor meiner Nase, woran er arbeitet. Der quirlige Schotte aus Edinburgh, der an Hugh Grant mit Bart erinnert, hat einen bezahlten Auftrag: Er sitzt an der ersten Übersetzung des Gesamtwerks von Rosa Luxemburg ins Englische. Nebenher frönt er immer wieder seiner zweiten Leidenschaft, seinem eigenen Blog namens "goethesgonnagetya", der sich naheliegenderweise mit literarischen Übersetzungen befasst. Gedichte von Peter Rühmkorf hat Holland auch schon übersetzt und träumt von einer Buchausgabe, zu der es seiner eigenen Einschätzung nach vermutlich nie kommen wird.

Nun kann ich mich auch nicht länger vor dem Schreiben drücken und lege los: Literarische Übersetzer mit Auftrag erfüllen glasklar die Bedingungen für eine Mitgliedschaft im Hamburger Writers Room, der laut Satzung allen offensteht, "die professionell schreiben oder die Absicht haben, dies zu tun". Pospiech ist froh über diesen "Gummiparagrafen", der es in den Anfangszeiten der staatlich geförderten Einrichtung manch ambitioniertem Hobbyschriftsteller ermöglichte, "die Erfahrung zu machen, dass Schreiben denn doch Arbeit bedeutet, wenn man es ernsthaft betreibt", woraufhin mancher es lieber sein ließ.

Diesen Luxus kann der Writers Room sich heute wegen dauerhaften Andrangs nicht mehr erlauben. 42 Schriftsteller im Alter von 25 bis 60 Jahren hat der Trägerverein mittlerweile, die aktiven lasten die zwölf Arbeitsplätze gut aus. Die Kulturbehörde fördert die europaweit einmalige Einrichtung mit rund 40.000 Euro im Jahr. Darin enthalten sind die Miete und eine halbe Stelle für den Geschäftsführer. Günstiger kann niemand Kultur subventionieren. Gefördert wird hier jeder vielversprechende Autor mit rund 1000 Euro im Jahr.

Jeder Autor wiederum zahlt pro Monat 25 Euro für die Nutzung der Einrichtung. Über die Aufnahme neuer Mitglieder entscheidet der Vorstand und es ist bisher nur zweimal passiert, dass Mitglieder wieder gehen mussten. Einer, weil er im Großraum nicht klarkam, eine andere, weil sie respektlos die anderen beim Schreiben störte. Die Zeit des Wartens auf einen Schreibtisch beträgt zwischen einem Monat und zweieinhalb Jahren. Das Ensemble der beiden Schreibräume, der Küche und des Geschäftsführerbüros wird übrigens durch die sogenannte Wolfgang-Borchert-Toilette ergänzt. Wie die Raucherecke liegt sie draußen vor der Tür.

Ich haue in die Tasten und beobachte die anderen Autoren, die wiederum durch meine Gegenwart leicht irritiert zu sein scheinen. Vielleicht werden Sie einfach nicht gern beim Schreiben beobachtet, respektive von einem Reporter angestarrt. Auch rattert meine Tastatur nun deutlich schneller als die der anderen, das zerrt schon mal an den Autorennerven, wie mir die Romanautorin Verena Rabe wenig später bestätigt. Das könne schon so frustrierend sein, dass man den Arbeitsplatz für eine Weile verlasse. In die Küche zum Beispiel. Dort ließen sich auch gut kleine Schreibblockaden überwinden, kleinere Probleme und Staus auflösen. So habe sie einmal mit fünf Kollegen gemeinsam darüber nachgedacht, wann die Heldin eines ihrer Romane den Helden küssen sollte, völlig ergebnislos übrigens. Geküsst haben die beiden sich dann doch erst 80 Seiten später. Aber Rabe konnte nach dem Gespräch weiterschreiben.

Da ich weder Rabe noch Holland, noch die beiden Autorinnen, die von mir aus gesehen hinter ihm sitzen, und schon gar nicht erneut den großen Unwirschen stören will, mache ich eine Pause und ziehe mich mit Pospiech zu einem Gespräch bei einer Tasse Cappuccino - kocht der Kaffeeautomat ausgezeichnet - in sein Büro zurück, das durch eine Glaswand vom kleineren Schreibraum getrennt ist und lasse mir von ihm Gründungsmythen des Writers Room erzählen.

Der Autor Bernhard Lassahn habe seinerzeit das große Vorbild in New York besucht, weiß Pospiech zu berichten, und habe anschließend mit seinen Schwärmereien die Kulturbehörde überzeugt, genauer: den Literaturreferenten Wolfgang Schömel und Kultursenatorin Christina Weiss. Schömel gilt bis heute als der Schutzheilige der Einrichtung. Endlich sei seinerzeit die Schreibwerkstatt Eppendorf in den Writers Room überführt worden. Das alles geschah im Jahre 1995. Wobei man Lassahn verstehen kann. Der New Yorker Raum (Motto: "Where dreams become words") residiert auf hochflorigen Teppichen am Broadway 740 und bietet seinen Mitgliedern einen Panoramablick über Manhattan in Richtung Empire State Building.

Zurück am Schreibtisch blicke ich immer wieder auf und vergewissere mich, dass ich tatsächlich auf Henry Holland, ein Regal oder eine schräge weiße Wand blicke, während ich weiter an meinem Report aus der Dose schreibe. Was wird dabei herauskommen? Irgendetwas zwischen Kultur-Kaviar und Lokalravioli vermutlich, so in der Preisklasse von literarischer Erbsensuppe mit Bauchgefühlsspeck. Eigentlich vermisse ich den Anblick des Empire State Buildings auch gar nicht, und über Mangel an Stille kann mich auch hier in Bahrenfeld keineswegs beklagen. Wenn ich aufstehe, sehe ich sogar aus dem Dachfenster die umliegenden Zinskasernen.

Mittlerweile habe ich auch das "Nein" des ruhebedürftigen Autors innerlich überwunden und lerne bald weitere Schriftsteller kennen. Claire Walka, direkt hinter Holland platziert, schreibt Drehbücher für Kurzfilme, die sie gern auch selbst realisiert. Derzeit strickt sie an ihrem ersten längeren Streifen, einem Episodenfilm, der von Leuten erzählt, die sich mit wechselnden Beschäftigungen gerade eben über Wasser halten. Hinter ihr sitzt Farida Mohamed Ali, die gerade ihren ersten Roman beendet, ein Fantasy-Werk, das sich dem höchst realen Thema Einsamkeit widmet. Jetzt überarbeitet sie die erste Fassung und empfindet es als "erfüllend", dies eben nicht einsam und allein, sondern hier im Writers Room unter Gleichgesinnten tun zu können.

Dies sei einer der schönsten Aspekte und Effekte des Writers Room, erzählen auch die fröhlich plaudernde Verena Rabe, die gerade ihren sechsten Roman in Angriff nimmt, und der knorrige Lyriker Andreas Greve, der mit seiner Reibeisenstimme soeben eine neue Lyrik-CD produziert hat. Greve ist derzeit Vorsitzender des Trägervereins, und auch Rabe wirkt im Vorstand mit, engagiert sich ehrenamtlich. Das gehört hier einfach dazu, damit der Laden läuft, wenn auch die Hauptlast bei Hartmut Pospiech liegt, der für die Technik, die Finanzen und den monatlichen Newsletter mit allen wichtigen Literaturterminen zuständig ist. Darüber hinaus nennt Greve ihn bewundernd den "großen Deeskalator". Das, so der Dichter, sei neben allen technischen Fähigkeiten und Fertigkeiten die wichtigste Eigenschaft von Pospiech. Leicht komme es sonst bei den mitunter durchaus verschrobenen Charakteren, die hier aufeinanderträfen, zu eskalierenden Konflikten über Nichtigkeiten. Der Vorsitzende Greve stellt sich selbst abwechselnd als "eines der strukturschwachen Gebiete Deutschlands" und "Frühstücksdirektor" vor; auf seine Visitenkarte hat er den Beruf "Generalist" drucken lassen. Greve lobt am Writers Room die "Infrastruktur, die er nicht nur in technischer, sondern auch in personeller Hinsicht bedeutet". Während ich an der Reportage arbeite, ordnet er im Nebenraum neue Gedichte auf einem großen freien Tisch.

Die Gedichte reime er sich nicht hier im Writers Room zusammen, sondern schon unterwegs oder zu Hause, erzählt Greve. Aber die Produktion seiner Werke als Buch oder in elektronischer Form wäre ohne die Einrichtung wesentlich schwieriger, wenn nicht gar unmöglich, betont er. Und Rabe erzählt, dass sie bereits mit dem Betreten des Gebäudes aus der realen Welt ab und in die Welt ihres jeweiligen Romans eintauche. Schon an der ersten der 58 Betonstufen im leicht staubigen, modrigen Treppenhaus holten ihre Figuren sie ab und begleiteten sie an den Künstler-Ateliers in den unteren Stockwerken vorbei nach oben unters Dach zu den armen Poeten.

Mit den Jahren hat Rabe richtige Schreibrituale entwickelt, die an die Räumlichkeiten in Bahrenfeld gekoppelt sind. So wische sie gern mal in der Küche Staub, selbst an den unmöglichsten Stellen, ganz oben auf den Schränken zum Beispiel, während sie sich Szenen überlege. Der Kollege Pospiech habe zunächst vermutet, es handele sich um einen dezenten Hinweis auf eine tendenziell zu ungepflegte Küche, lacht Rabe.

Einen Roman woanders zu schreiben, kann sie sich mittlerweile gar nicht mehr vorstellen, auch weil sie sich nirgends sonst so gut konzentrieren kann. Und wie Greve betont Rabe, dass ihr der Writers Room sehr dabei geholfen habe, in der Literaturszene Fuß zu fassen. Ihre erste Agentin hat sie auf Empfehlung der ehemaligen Geschäftsführerin Friederike Moldenhauer kennengelernt. Auch der Austausch unter Kollegen ist ihr wichtig, Lob, Kritik und Trost eingeschlossen, denn es gebe unter den Kollegen keinen, der irgendeinem Dogma anhänge. Ein ordentliches Feedback, ergänzt Greve, sei hier schon durch kleine Lesungen garantiert. Auch empfänden sich die Writers-Room-Autoren überhaupt nicht als Konkurrenten, was für die Welt der Literatur durchaus unüblich sei.

Kein Schriftsteller wird im Writers Room gezwungen, über seine Arbeit zu sprechen. Wer möchte, kann ganz für sich bleiben, ganz versunken in die eigene Fantasie So gab es mal einen Kollegen, der sagte immer nur "Guten Tag" und ein paar Stunden später "Tschüs", berichtet Rabe, aber alle hätten das akzeptiert. Noch leichter fällt das konzentrierte Schreiben, wenn alle anderen den Raum verlassen haben.

"Für viele Autoren bedeutet der Writers Room, einen ganz normalen Büroarbeitsplatz zu haben", erzählt Pospiech, "was interessanterweise auch bedeutet, dass hier in regelrechten Kernarbeitszeiten zwischen 11 und 16 Uhr die meisten Autoren sitzen." Andere Autoren wie der jüngste Förderpreisträger Hamburgs, Herbert Hindringer, schreiben mit Vorliebe nachts, wenn sie den Raum auch mal für sich ganz allein haben. Der Lyriker Hindringer gewann den jüngsten Hamburger Literaturförderpreis mit einem Prosatext aus dem Writers Room. Der Kollege liebe es, so erzählen die anwesenden Autoren, nachts beim Dichten auf und ab zu gehen, was zwischen 23.30 Uhr und halb vier Uhr morgens in normalen Mietwohnungen durchaus zu Problemen mit den Nachbarn führen könne. Ein fehlendes Arbeitszimmer oder die Kinder zu Hause sind für meisten Autoren der Grund, aus dem sie hier einen Schreibtisch gesucht und gefunden haben. Geschäftsführer Pospiech vermutet, dass der Hamburger Schreibraum bald als Modell für eine entsprechende Einrichtung in Berlin dienen wird: "Bisher waren die Mieten in der Hauptstadt so, dass sich Autoren große Wohnungen mit Schreibzimmer leisten konnten und immer etwas befremdet wirkten, wenn sie vom Writers Room hörten. Mit den Mieten wächst aber das Verständnis." Den Förderpreis für Literatur haben übrigens schon viele Autoren des Writers Room gewonnen, zum Beispiel Hartmut Pospiech oder der kürzlich im Alter von 41 Jahren verstorbene Sascha Piroth.

Auch die Zahl der jährlich von den Mitgliedern veröffentlichten Bücher ist beeindruckend, einige Dutzend füllen ein kleines Regal neben Pospiechs Büro. Die Bandbreite reicht vom bekanntesten hier entstandenen Buch "Buntschatten und Fledermäuse" von Axel Brauns, das es als Sachbuch über Autismus auf die "Spiegel"-Bestsellerliste schaffte, bis zu "Smörrebröd in Napoli" vom Kabarettisten Sebastian Schnoy, einem unterhaltsamen Streifzug durch Europa. Dazwischen stehen andere extrem unterschiedliche Romane wie "das glück in weißen nächten" von Verena Rabe oder "Superdaddy" von Sören Sieg. Die Autoren haben hier als Vertreter ihrer jeweiligen Literaturgattungen keine Berührungsängste. Hier sprechen Dramatiker mit Unterhaltungsschriftstellern, unterhalten sich Satiriker gern mit Lyrikern. Und niemand rümpft die Nase über den anderen.

Ich bin inzwischen bei der sechsten Tasse Kaffee und lasse in aller Stille den unbekannten Sponsor hochleben. So im Koffeinrausch schreibt es sich gar nicht schlecht. Und dass ich die anderen möglicherweise störe, kann ja auch daran liegen, dass ich neu bin. Vielleicht stört ja jeder, bis man sich an ihn gewöhnt hat. Nun habe ich auch verstanden, wie der Computer funktioniert - inklusive Speichern, Drucken und Senden -, eine Dose übrigens (IT-Jargon für Nicht-Apple-Computer), und wie die kleine Schreibtischlampe angeht. Schließlich dunkelt es früh im Winter. Und früh machen die Schriftsteller Feierabend. Als Erster geht Holland, dann Walka, und ich hüte mich, die Reihenfolge auf meine Anwesenheit zu beziehen, obwohl als Nächster immer der geht, der mir gerade am nächsten sitzt. Schließlich muss ich auch an meine Leser denken, die wollen ja schließlich wissen, wie es hier zugeht.

Um halb sieben bin ich ganz allein im Writers Room und denke darüber nach, ob ich vielleicht noch zu später Stunde den Preisträger Hindringer kennenlernen möchte, entscheide mich aber dagegen und lasse lieber die Tastatur noch mal ordentlich rattern, während ich das wohldosierte Loblied auf den Writers Room in Bahrenfeld ausklingen lasse. Europaweit ist er einmalig, und die Stadt Hamburg kann stolz darauf sein, dass sie ihn hat. So, nun mache ich auch Feierabend. Und dann ab nach Hause, durch die zweieinhalb Meter hohe Dose, die senkrecht in zwei Hälften gespalten die Hofeinfahrt zur Dosenfabrik in der Stresemannstraße 374 flankiert.

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