Harburg & Umland
23.01.13

Harburg

Engel in Pink auf dem Alten Friedhof

Unbekannte beschmieren Skulptur aus dem Jahr 1891 mit greller Farbe. Poröse Oberfläche macht die Reinigung schwierig und teuer.

Foto: Sulzyc
Ehrenmal
Die Engel-Skulptur von Carl Börner ist mit greller Farbe beschmiert

Harburg. Unbekannte haben eine Engel-Skulptur auf dem Alten Friedhof in Harburg mit Farbe beschmiert und in grelles Pink getaucht. Die Bronze-Skulptur hat der Hamburger Bildhauer Carl Börner im Jahr 1891 geschaffen. Heute bildet sie ein Ensemble mit einem Ehrenmal für gefallene Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Der frühere Friedhof ist heute ein öffentlicher Park und steht mit seinen historischen Grabdenkmälern unter Denkmalschutz.

Zwei ehrenamtliche Helferinnen des Vereins Alter Friedhof Harburg haben den Denkmalfrevel entdeckt. Wie groß der finanzielle Schaden ist und ob die Figur überhaupt von der Farbe befreit werden kann, ist noch offen. Die poröse Oberfläche mache die Reinigung schwierig, sagt ein Mitarbeiter des zuständigen Gartenbauamtes. Die Struktur der Bronze könnte dabei zerstört werden. Die Behörde recherchiere zurzeit nach Möglichkeiten, die Farbe wieder zu entfernen.

Es ist gerade mal ein Jahr her, dass die Behörde für Stadtentwicklung 360.000 Euro in die Gestaltung des Eingangs zum Alten Friedhof in Harburg investiert hat. Inzwischen haben auch Schmierer die Stufen des terrassenförmigen Eingangs für sich entdeckt, obwohl der Stein mit einer Farbabweisenden Schutzschicht versehen ist. "Sie haben Lösungen dagegen gefunden", sagt Peter Jungehülsing, Vorsitzender des Vereins Alter Friedhof Harburg, "da steckt schon kriminelle Energie dahinter."

Der Alte Friedhof in Harburg wurde 1937 stillgelegt. Doch noch bis in die 1960er-Jahre hinein gab es Beisetzungen auf den bestehenden Familiengräbern. Der Alte Friedhof mit den noch erhaltenen Grabmalen spiegelt die Geschichte Harburgs, seiner Industrie und seiner Persönlichkeiten der vergangenen zwei Jahrhunderte wider. Die Grabstätten des Senators Car Maret, des Fabrikanten Eduard Weinlich oder des Industriellen Ernst Egers befinden sich dort.

Wolfgang Kowalk geht regelmäßig in der grünen Oase an der Bremer Straße spazieren. Der 72-Jährige ist entsetzt über die beschmierte Bronze-Skulptur an dem Ehrenmal. "Die Respektlosigkeit dabei ist das Schlimmste", sagt er. Er habe kein Verständnis für die Schmiererei.

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