Harburg & Umland
24.12.12

Harburg

Zukunft des Beach Clubs Veritaskai ist ungewiss

Suche nach Alternativstandorten im Binnenhafen wird immer schwieriger. Gastronom Hornbacher braucht viel Platz für den Beach Club.

Von Rachel Wahba
Foto: Andre Zand-Vakili
Der Beach Club am Veritaskai ist der größte Hamburgs und zieht im Frühjahr und Sommer vor allem junge Leute an
Der Beach Club am Veritaskai ist der größte Hamburgs und zieht im Frühjahr und Sommer vor allem junge Leute an

Harburg. Die Zukunft des Harburger Beach Clubs am Veritaskai ist ungewisser denn je. Gastronom Heiko Hornbacher betreibt seine in Harburg sehr angesagte Location auf Abruf. Sobald ein Investor das "Baufeld 4 A", unter dieser Bezeichnung wird die Fläche am Veritaskai im Harburger Rathaus geführt, kauft und entwickelt, muss Hornbacher seinen Sand zusammenfegen und umziehen. Langfristig soll der Beach Club am Treidelweg im Binnenhafen installiert werden. So schnell ist der aber nicht saniert. Und die Chance auf eine adäquate Zwischenlösung ist nun wieder gesunken. Die Auswahl an freien Flächen im Binnenhafen mit Blick auf das Wasser ist klein.

Behördenintern wurde bislang als Ausweichquartier für den Beach Club die Fläche im Binnenhafen gehandelt, auf der heute noch die alte Harburger Hafenarbeiter Verteilungsstelle, auch als Fischhalle bekannt, steht. Nach ihrem Abriss sollten dort Bürogebäude gebaut werden, und der Beach Club hätte dorthin ausweichen können, bevor sein endgültiger Standort saniert wäre. Das könnte frühestens in 2015 der Fall sein. Wie berichtet, hat sich mit dem Harburger Journalisten Werner Pfeifer allerdings ein Investor gefunden, der die alte Fischhalle vor dem Abriss retten will. Er sei doch überrascht gewesen, als er von den Plänen für die Fischhalle gehört habe, so Hornbacher. "Natürlich würde ich mich freuen, wenn die alte Halle für die Harburger als kulturelles Zentrum und als Gastronomie im Binnenhafen erhalten bliebe. Aber mir fehlt jetzt wieder Planungssicherheit, die ich für meine Investitionen brauche", sagt der Gastronom.

Nach Bekanntwerden von Pfeifers Plänen für die alte Fischhalle hatte sich auch SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath in der Bezirksversammlung Harburg um die Angelegenheit gekümmert. Laut Heimath soll es sogar schon einen Interessenten für die Fläche am Veritaskai geben, dessen Name er aber noch nicht nennen könne. Die Fläche, so Jürgen Heimath, sei zwar nie von der Finanzbehörde ausgeschrieben worden, zähle aber zu den Filetstücken im Harburger Binnenhafen. Der Fraktionschef könnte sich vorstellen, den Beach Club, wie bislang intern diskutiert, auf dem Fischhallen-Gelände kurzfristig unterzubringen. "Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass sich alle drei Vorhaben unter einen Hut bringen lassen. Und man könnte vielleicht den Beach Club in das Konzept von Herrn Pfeifer integrieren", so der SPD-Politiker. Es habe bereits ein Gespräch mit Werner Pfeifer gegeben.

Jetzt bringt Harburgs Baudezernent Jörg-Heinrich Penner eine neue Ausweichfläche für Hornbacher und seinen Beach Club ins Gespräch. Penner geht davon aus, dass der Beach Club in jedem Fall noch in der kommenden Saison 2013 am Veritaskai bleiben kann. Selbst wenn tatsächlich schon im kommenden Jahr ein Bauantrag für diese Fläche der Bauprüfabteilung vorgelegt würde, bliebe immer noch die Saison für den Beach Club. "Dann könnte man sich überlegen, ob der Beach Club erst mal auf eine Fläche nördlich der neuen Drehbrücke am Lotsekai ausweichen könnte. Sicher ist das Ganze eine unschöne Situation für Herrn Hornbacher. Allerdings war das eine unserer Bedingungen, als er damals seinen Beach Club am Veritaskai angelegt hat, dass der Standort lediglich vorübergehend zur Verfügung steht", sagt Penner. Die Fläche so Heiko Hornbacher, wäre zwar auch am Wasser, "aber nicht so optimal". Jürgen Heimath wird da deutlicher: "Ich halte nichts davon, mit solchen Spekulationen zu arbeiten. Das hilft weder Herrn Hornbacher, noch ist es für die gesamte Entwicklung der Schlossinsel förderlich. Es macht einfach keinen Sinn, hin und wieder mal was Neues zu erfinden", so Heimath. Und seine Kritik richtet sich klar gegen Baudezernent Penner, der plötzlich solche Ideen aus dem Hut zaubere.

Für die Schlossinsel, sagt Jürgen Heimath, gebe es bereits einen Interessenten, der dort ein Café eröffnen wolle. All diese Dinge müssten beachtet werden, wenn über Flächen im Binnenhafen diskutiert werde. Für Gastronom Hornbacher ist bei aller Diskussion eines wichtig: Er braucht möglichst viel Platz für seinen Beach Club. "Je größer die Fläche, desto besser. Denn je mehr Strandleben mit Beach-Volleyball und anderen Spielflächen ich meinen Gästen anbieten kann, desto attraktiver ist der Beach Club", sagt er.

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