Harburg & Umland
23.11.12

Bauarbeiten

Millimeterarbeit für die neue Asklepios Klinik Harburg

Zwei Schwertransporte aus Bayern mit 45 Meter langen Schornsteinröhren sorgten in Harburg für Aufsehen und Verkehrsstillstand.

Von Jochen Gipp
Foto: Jochen Gipp

Das war knapp. Um unter dem Dach des Krankenhaus-Eingangs durchzukommen, musste der Lkw-Fahrer den Druck der Luftfederung ablassen

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Harburg. Auf dem Gelände der Asklepios Klinik Harburg (AKH), am Eißendorfer Pferdeweg entstehen bis voraussichtlich Mitte 2014 für rund 80 Millionen Euro mehrere Neubauten. Das Krankenhaus soll nach Umbau und Erweiterung dann organisatorisch und technisch auf den modernsten Stand gebracht sein und beste Patientenversorgung bieten.

Auf dem Weg zum gesteckten Ziel war gestern für viele Beteiligte ein besonders aufregender Tag. Zwei Schwertransporter mussten sich - bepackt mit jeweils einer 45 Meter langen Schornsteinröhre aus Stahl - im Rückwärtsgang durch Harburg schlängeln. Für den filigranen Kraftakt durch das Stadtgebiet hatte die Polizei zeitweise die Bundesstraße 73, Stader Straße, den Eißendorfer Pferdeweg und die Heimfelder Straße für den Durchgangsverkehr sperren müssen. Es bildeten sich zum Teil längere Verkehrsstaus.

Die erste Schornsteinröhre konnte während der frühen Nachmittagsstunden mit Hilfe von zwei Telekränen an ihren Standort gehievt werden, die zweite folgte am späten Nachmittag. Und Architekt Uwe Markhoff fiel gewissermaßen ein Stein vom Herzen, nachdem die sehr aufwendige Aktion glücklich zu Ende gebracht war. "Es gab bis zuletzt viele Hürden zu überwinden", sagte er.

Die beiden Schornsteinröhren bringen mit einem Durchmesser von 2,20 Meter jeweils rund 20 Tonnen Gewicht auf die Waage. Und die beiden Lkw-Fahrer Heiko Krezschmar und Christopher Kell vom Speditionsunternehmen Pallmann aus Kleinkmehlen meinten, dass diese Fuhre schon außergewöhnlich sei. Üblicherweise würden sie Teile für Windkraftanlagen fahren. Die seien zumeist zwar schwerer aber selten so lang.

Am Dienstagabend, 19.30 Uhr, war der Transport östlich von München, in Obertaufkirchen, beim Metallbauunternehmen ALS gestartet. Begleitfahrzeuge sicherten den Konvoi über die Autobahn. Maximales Tempo 80 km/h. Gefahren werden durfte nur nachts, außerhalb der Hauptverkehrszeit. Mittwochabend, 22 Uhr, war Start der zweiten Etappe ab Kirchheim über die A 7. Mit Verspätung erreichte der Schwertransport Hamburg. Und die Polizei verhinderte die Weiterfahrt wegen des einsetzenden Berufsverkehrs. So gab es erst wieder grünes Licht für die Weiterfahrt ab Raststätte Harburger Berge zur Verkehrsflaute während der Mittagszeit.

Einen Kilometer lang ging es in Schrittgeschwindigkeit im Rückwärtsgang den Eißendorfer Pferdeweg hinauf. Dass die lange Röhre dabei nicht aus der Spur geriet und auch beim Rangieren auf das Krankenhausgelände um die schmalen Ecken kommen konnte, hatte sie dem per Funk steuerbaren hinteren Fahrgestell, dem sogenannten Nachläufer zu verdanken. Einer der Steuermänner, der Millimeterarbeit leistete, war Frank Schermer.

Die beiden Schornsteine sind Teil der neuen Krankenhaus-Energiezentrale, die ab März 2013 in Betrieb gehen soll. Wärme, Kälte und Strom sollen dort erzeugt werden. Zwei gasbetriebene Blockheizkraftwerke sind installiert und leisten je 2,6 Megawatt. Außerdem sind Dampfkessel und Absorberkälteanlagen untergebracht.

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