Hamburg-Groß Borstel Palästinenser sticht Israeli mit Messer ins Gesicht

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In einem Asylbewerberheim an der Sportallee gerieten die zwei Zimmerpartner in einen blutigen Streit. War die Tat politisch motiviert?

Hamburg. Bei einer schweren Auseinandersetzung in der Erstunterbringung für Asylbewerber an der Sportallee (Groß Borstel) ist ein 25-Jähriger mit tiefen Schnitten im Gesicht verletzt worden. In der Nacht war er mit einem 33-Jährigen in einen Streit geraten. Der könnte einen politischen Hintergrund haben: Das Opfer ist ein Israeli, der Täter ein Palästinenser. Und: Beide waren gemeinsam in einem Zimmer untergebracht.

Nachdem der 25-Jährige den Palästinenser offenbar zunächst mit Fäusten traktiert hatte, zog der gegen 1.05 Uhr ein Teppichmesser aus seiner Tasche. Mit der scharfen Klinge fügte er dem Israeli einen zehn Zentimeter und einen weiteren etwa fünf Zentimeter langen Schnitt im Gesicht zu. Beim Versuch, weitere Verletzungen im Gesicht abzuwehren, wurde der Israeli am Daumen und am Arm verletzt.

Er kam ins Krankenhaus, die Schnitte mussten mit vielen Stichen genäht werden. Unklar war zunächst, warum ausgerechnet ein Israeli und ein Palästinenser in einem Zimmer der vom Träger "Fördern & Wohnen" betreuten Unterkunft untergebracht waren. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.