Hamburg Mitte Feuerwehr probt Eisrettung auf der Außenalster

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Einige wagten sich bereits trotz Warnungen auf das Eis der Alster oder im Stadtpark. Feuerwehr warnt eindringlich: Es besteht Lebensgefahr.

Hamburg. Verführerisch schön präsentiert sich die zu großen Teilen zugefrorene Außenalster. Doch an einen Spaziergang über das Eis sollte man nicht einmal denken. "Wer das tut, der begibt sich in höchste Lebensgefahr", sagt Feuerwehrsprecher Manfred Stahl. Das Eis ist viel zu dünn, um sicher zu tragen. Eismessungen der Umweltbehörde ergaben: An dem meisten Stellen ist es sechs bis acht Zentimeter dick. Im Bereich von Brücken und Stegen ist es sogar noch dünner. Außerdem ist die Schifffahrt auf der Alster und ihren Kanälen nicht eingestellt.

Die Feuerwehr war am Freitag bereits mehrfach im Einsatz, weil sich trotz der Warnungen Menschen auf das Eis der Alster oder des Stadtparksees wagten. Wer einbricht, der hat kaum eine Chance ohne Hilfe sein Leben zu retten. Das demonstrierte die Feuerwehr bei einer Übung auf der Außenalster. Selbst ohne vollgesogene eigene Kleidung, sondern in einem wärmenden Überlebensanzug steckend, ist es nicht möglich sich aus einem Eisloch zu ziehen. Die Feuerwehr würde im Ernstfall mit einem Schlauchboot über das Eis zum Eingebrochenen rutschen. Auch eine Crash-Rettung, bei der ein durch eine Rettungsleine gesicherter Feuerwehrmann auf Knien mit einer Schleifkorbtrage über das Eis zu einem Eingebrochenen rutscht, gehört zu den Möglichkeiten der Feuerwehr.