09.11.12

Stadtentwicklung

Verein: "Jungfernstieg soll lebendiger werden"

Ein Verein will Kultur an die Hamburger Binnenalster bringen. Drei Veranstaltungen aus Kunst, Musik und Co. sind pro Jahr möglich.

Foto: Juergen Joost
Jungfernstieg, Hamburg
Der Jungfernstieg im Hamburger Zentrum ist eine der Prachtstraßen der Stadt. Sie wurde zwischen 2004 und 2006 umgestaltet

Hamburg. Es war eines der größten Gemeinschaftsprojekte zwischen Stadt und privaten Investoren: die Public Private Partnership zur Umgestaltung des Jungfernstiegs in den Jahren 2004 bis 2006. Die Stadt war verantwortlich für die Straße und die Alsterhaus-Seite, der Verein "Lebendiger Jungfernstieg" für den Teil am Wasser. 7,5 Millionen Euro akquirierte er für die Maßnahmen: Die Kailinie wurde verlegt, es gab einen neuen Schiffsanleger, Silberlinden wurden gepflanzt, neue Sitzmöbel angeschafft und ein helles Pflaster verlegt. An dem neuen Prachtboulevard konnten sich die Besucher allerdings nicht lange erfreuen: Kurz nach Fertigstellung begannen die Bauarbeiten für die U 4, der Jungfernstieg wurde Großbaustelle.

Jetzt aber, mit Abschluss dieser Baumaßnahmen, tritt der Verein wieder auf den Plan. "Jetzt können wir mit dem zweiten Teil der Maßnahme beginnen, den Jungfernsteig lebendig zu gestalten", sagt Gerhard Fuchs, Vorsitzender des Vereins. Denn dieser hatte sich nicht nur die bauliche Umgestaltung vorgenommen, sondern auch die kulturelle Belebung. Mit Fuchs, ehemaliger Bezirksamtsleiter von Wandsbek und Staatsrat in der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, hat der Verein einen Vorsitzenden mit guten Kontakten und vielen Ideen. "Wir wollen jetzt in die dauerhafte kulturelle Bespielung des Jungfernstiegs einsteigen", sagt er. Das Recht, dreimal im Jahr kostenfrei Kulturveranstaltungen durchzuführen, wolle man voll ausnutzen. Ein Anfang ist bereits gemacht: In Kooperation mit den Deichtorhallen zeigte der Verein im September 40 Schwarz-Weiß-Fotos des Künstlers Albert Watson, die in Leuchtkästen zwischen Straße und Wasser aufgestellt wurden.

"So hatten auch Menschen Zugang zu dieser Kunst, die sonst keine Museen oder Ausstellungen besuchen", sagt Fuchs. Kooperationsausstellungen mit den Deichtorhallen sollen regelmäßig stattfinden, doch Fuchs hat noch andere Ideen. So will er jedes Jahr beim Binnenalster-Filmfest mitmachen, des weiteren Konzerte - etwa mit der Jugendmusikschule - oder Straßentheater veranstalten. Auch Skulpturenausstellungen namhafter deutscher Bildhauer sind geplant. "Die dürfen auch gerne zu einer kontroversen öffentlichen Diskussion führen", sagt Fuchs. 2014 will der Verein den Jungfernstieg zum Schauplatz für ein Theaterstück von Michael Batz machen. Am liebsten würde Fuchs eine Bühne auf dem Wasser aufstellen.

Nach wie vor ist der Verein Lebendiger Jungfernstieg auf finanzielle und anderweitige Unterstützung angewiesen. Auf Werbebanner allerdings wolle man verzichten, sagt der Vereinsvorsitzende Gerhard Fuchs.

fru
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