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Der Argentinier – Staatschefs des G20-Gipfels

Mauricio Macri beendete die Ära der Kirchners. In rasantem Tempo setzt er sein Reformprogramm durch.

Mauricio Macri (58) ist seit Ende 2015 Präsident Argentiniens. Mit seinem Amtsantritt beendete der ehemalige Bürgermeister der Hauptstadt Buenos Aires die Ära der Kirchners, die das südamerikanische Land seit 2003 regiert hatten. In rasantem Tempo setzt Macri seither ein Reformprogramm durch. Er öffnete das Land für den Handel, gab den Wechselkurs des Peso frei und beendete Devisenkontrollen. Bei ihrem Besuch in Buenos Aires lobte Angela Merkel jüngst die Politik, "die das Land wieder geöffnet hat". Doch Macris Kurs sorgt auch für Proteste: Die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen ist hoch, die Kaufkraft der Argentinier geschwächt.

Argentinien

Argentinien zählt in Sachen Wohlstand und Lebensstandard zu den Vorzeigeländern Lateinamerikas. Bei den Parlamentszwischenwahlen im Oktober dieses Jahres wird sich zeigen, ob der neue wirtschaftspolitische Kurs von Präsident Mauricio Macri Zuspruch bei der Bevölkerung findet.

Hauptstadt: Buenos Aires

Amtssprache: Spanisch

Einwohner (2015): 43,42 Millionen

Fläche: 2,74 Millionen Quadratkilometer

Bruttoinlandsprodukt (2015): 630,4 Milliarden US-Dollar

Jährliches Bruttoeinkommen pro Kopf (2015): 11.174 Euro

Durchschnittsalter (2015): 30,8 Jahre

Lebenserwartung (2014): 80,1 Jahre (Frauen), 72,4 Jahre (Männer)

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