Hamburg-Harvestehude Grindelhochhaus: Bezirk prüft rechtliche Schritte

Foto: Klaus Bodig

SPD und Grüne fordern den Bezirksamtsleiter auf, Möglichkeiten einer Instandsetzungsanordnung für das Gebäude zu prüfen.

Hamburg. Der Bezirk Eimsbüttel soll bei der stockenden Sanierung des Grindelhochhauses an der Oberstraße 14 aktiv werden. Die Fraktionen von SPD und Grünen fordern Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke (SPD) auf, ein Modernisierungsgebot sowie die Möglichkeiten einer Instandsetzungsanordnung für das Gebäude zu prüfen. Sprich: Der Bezirk soll nach Möglichkeiten suchen, den Besitzer zu zwingen, innerhalb bestimmter Fristen zu sanieren.

In der Vergangenheit verfiel das Gebäude zusehends, erlangte zwischenzeitlich als "Horrorhaus" traurige Berühmtheit und wurde 2005 von der Trigon Grundbesitz GmbH mit Sanierungsabsicht übernommen. Doch noch immer stehen die mehr als 100 Wohnungen leer, die eingerüstete Fassade ist zum Dauerzustand geworden. "Der Leerstand ist ein jahrelanger, unhaltbarer Missstand", schreiben die Fraktionen in ihrem Antrag. Stichhaltige Gründe für die nicht vorankommende Sanierung sei der Eigentümer schuldig geblieben. Auf Grundlage des Wohnraumschutzgesetzes sollen deshalb nun rechtliche Sanktionen geprüft, im Januar 2013 die Ergebnisse der Bezirksversammlung vorgelegt werden.