Wetter Neuer Schnee in Hamburg: Kein Frühling mehr im März

Zum Wochenbeginn soll es im Norden wieder schneien. Bis zu zehn Zentimeter Neuschnee sind am Montag auch in Hamburg möglich. Der Frühling lässt derweil auf sich warten.

Hamburg Ergiebige Schneefälle für ganz Norddeutschland erwarten Wetterexperten zum Wochenbeginn. Bis Montagmittag seien verbreitet fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee möglich, sagte Frank Böttcher, Leiter des Hamburger Instituts für Wetter- und Klimakommunikation.

Die Schnee-Prognose gelte für das nordöstliche Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg und das nördliche Sachsen-Anhalt. Das Wetter sei "ein Wiederholungstäter", sagte Meteorologe Böttcher.

Ausgeprägte Wetterlagen würden sich "sehr häufig" einige Wochen später erneut einstellen, weil sich die großen Strömungen in den höheren Schichten der Atmosphäre nur langsam änderten. Das sei auch dieses Mal der Fall.

Schuld daran sei die sogenannte Frontalzone, eine "Grenzlinie zwischen polaren und subtropischen Luftmassen". An ihr würden sich bevorzugt Tiefdruckgebiete entwickeln, doch diese Zone liege weiterhin sehr weit südlich, teilweise über Spanien und dem Mittelmeerraum.

Kein stabiles Frühlingswetter

Damit haben den Wetterforschern zufolge die milden Luftmassen im Moment kaum eine Chance, bis nach Mitteleuropa durchzubrechen. "Es ist daher eher wahrscheinlich, dass sich stabiles und mildes Frühlingswetter im März nicht mehr bei uns einstellt", sagte Böttcher.

Stattdessen werde die über Nordosteuropa noch reichlich vorhandene Kaltluft "kontinuierlich zu uns geführt".

Die Westküste Grönlands erlebe dagegen gerade eine der mildesten ersten Märzhälften seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Tageswerte seien dort bis auf plus zehn Grad gestiegen, sagte Böttcher. Normal seien hier im März Tageshöchstwerte von plus zwei Grad.