28.02.13

Bildung

20.000 Hamburger Schüler bekommen kostenlose Nachhilfe

Die Zahl der Schüler in der Lernförderung stieg im Vorjahr um 1,4 Prozent. Besonders viele Kurse werden in Mathematik, Deutsch und Englisch belegt.

Von Julia Witte
Foto: picture alliance / dpa

Nachhilfeunterricht an der Stadtteilschule Barmbek/Fraenkelstraße
Nachhilfeunterricht an der Stadtteilschule Barmbek/Fraenkelstraße

Schulsenator Ties Rabe hat am Donnerstag Bilanz gezogen: Eineinhalb Jahre nach Einführung der kostenlosen Lernförderung an Hamburgs Schulen sagte der SPD-Politiker, die schulintegrierte Nachhilfeangebote hätten sich zu einem "wichtigen und festen Bestandteil" im Schulleben entwickelt. Das zeige sich unter anderem an den steigenden Zahlen der Schülerinnen und Schüler, die an den Nachhilfeangeboten teilnähmen, sowie an der Zahl der Lernförderkurse insgesamt.

An 308 von 309 Grund- und Stadtteilschulen sowie Gymnasien hat es die kostenlose Nachhilfe im Jahr 2012 gegeben. Insgesamt 19.959 Schülerinnen und Schüler haben von der Lernförderung profitiert. Das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Kurse stieg sogar deutlicher, nämlich um 4,5 Prozent.

Mehr Schüler aus sozial schwachen Familien

Damit arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in 6.510 Förderkursen ihre Defizite auf – vor allem in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch. Angeboten werden die Kurse aber in vielen weiteren Fächern, zum Beispiel in den Naturwissenschaften oder Fremdsprachen. "Es ist erfreulich, dass vor allem mehr Kurse in den Kernfächern angeboten wurden", sagte Rabe bei der Vorstellung der Bilanz in der Schulbehörde. Gut sei auch, so der Senator, dass im Vergleich zum Vorjahr noch mehr Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Familien gefördert werden konnten. Ihr Anteil sei auf 32 Prozent angestiegen.

Die kostenlose Lernförderung gibt es in der Hansestadt seit dem Herbst 2011. Hamburg ist das einzige Bundesland mit einem entsprechenden Angebot und hat im vergangenen Jahr 7,8 Millionen in dieses schulische Angebot investiert. Rund 3,3 Millionen Euro davon kamen aus Mitteln für das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes.

Ein Baustein des Bildungspakets ist die Nachhilfe für Kinder und Jugendliche, deren Eltern Sozialleistungen beziehen. Hamburg hatte sich seinerzeit jedoch entschlossen, das Angebot nicht nur auf sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler zu beschränken, sondern schulische Lernförderung für alle leistungsschwachen Kinder und Jugendlichen anzubieten.

Erreicht eine Schülerin oder Schüle die vorgegebenen Lernziele nicht – in der Regel ist das der Fall, wenn er oder sie im entsprechenden Fach auf der Note fünf steht – entscheidet die Zeugniskonferenz über eine verpflichtende Teilnahme an der ergänzenden Lernförderung.

Zahl der Wiederholer ist gesunken

Mit der kostenlosen Nachhilfe flankiert die Schulbehörde das 2009 in Hamburg erlassene Gebot, dass Schülerinnen und Schüler nicht mehr sitzen bleiben sollen. "Dadurch konnten wir die Zahl der Wiederholer in den Klassenstufen 1 bis 9 von 2.108 im Schuljahr 2008/2009 auf 861 im Schuljahr 2012/2013 verringern", so Rabe.

Der zusätzliche Nachhilfeunterricht findet in der Regel am Nachmittag statt, es gibt aber auch Blockkurse an den Wochenenden oder in den Ferien. Für die Lernförderung setzen die Schulen eigene Lehrkräfte und Honorarkräfte wie Schüler, Studenten, Sozialpädagogen oder Nachhilfelehrer privater Institutionen ein.

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