25.02.13

Verkehr

Eineinhalb Jahre lang Baustelle am Heidenkampsweg

Direkt nach den Frühjahrsferien geht's los. Dann wird wegen Sielarbeiten eine der wichtigsten Verkehrsadern teilweise gesperrt.

Foto: Klaus Bodig
Heute ist der Heidenkampsweg als Bundesstraße eine der stark befahrenen Verkehrsadern zwischen den Büros
Sommers wie winters ist der Heidenkampsweg eine der stark befahrenen Verkehrsadern Hamburgs

Hamburg. Achtung, Autofahrer, auf dem Heidenkampsweg: Ab 18. März, also direkt nach den Frühjahrsferien, beginnen umfassende Reparaturarbeiten am Siel. Und jetzt bitte festhalten: Die Arbeiten auf der Ausfallstraße von und zu den Elbbrücken dauern eineinhalb Jahre lang, bis Oktober 2014.

Bei Inspektionen des Stammsiels, das in sieben Metern Tiefe unter dem Heidenkampsweg verläuft, hatte Hamburg Wasser im vergangenen Jahr festgestellt, dass die Stahlbetonrohre stark sanierungsbedürftig sind. Insgesamt werden die Kosten für das Projekt mit 16 Millionen Euro kalkuliert, immerhin inklusive neuer Asphaltdecke und Trinkwasserleitung.

Während der Baumaßnahmen soll der Heidenkampsweg zwar weiterhin befahrbar sein, allerdings nur auf je zwei statt drei Spuren stadtein- und stadtauswärts. Und auch die Verkehrsführung ist, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig: Auf der Mittelinsel wird eine Ersatzfahrspur eingerichtet, dort wo bisher 86 Bäume stehen. Sie werden bis Donnerstag gefällt. Die bestehenden Ampelanlagen werden abgeschaltet, für Fußgänger wird eine Bedarfsampel aufgestellt.

Das Rothenburgsortstammsiel wurde Ende der 1950er-Jahre aus Stahlbetonrohren gebaut. Es dient der Abwasserentsorgung für den Stadtteil Rothenburgsort, der City Süd und der Anlieger des Heidenkampswegs. "Siele dieser Art werden etwa alle fünf Jahre inspiziert", sagt Matthias Sobottka von Hamburg Wasser. Im Herbst 2010 seien auf der Gesamtlänge des Siels Schäden im Sohlbereich festgestellt worden. Zunächst wurde bereits im kleinen Stil saniert, doch dann wurde festgestellt, dass die Rohre doch kaputter sind als angenommen. Nun wird also umfassend saniert.

Im Zweischichtbetrieb soll an sechs Tagen die Woche von 6 bis 22 Uhr – und soweit erforderlich auch nachts – gebaut werden. "Für die neuen Polymerbetonrohre gehen wir von einer Lebensdauer von 77 Jahren aus", sagt Sobottka.

(hpkp)
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