11.02.13

Marienthal

Wandsbek kürt Favoritentwurf für Neubauten in Oktaviostraße

Aus 17 Entwürfen für acht Häuser wurde ein Favorit gefunden. Trotzdem bangen die Anwohner. Denn die Entscheidung fällt in der Finanzbehörde.

Foto: LH Architekten
Die acht zweigeschossigen Häuser des Entwurfs von LH Architekten von der Oktaviostraße aus gesehen. Links und rechts Häuser aus dem Bestand. Zeichnung
Die acht zweigeschossigen Häuser des Entwurfs von LH Architekten von der Oktaviostraße aus gesehen. Links und rechts Häuser aus dem Bestand. Zeichnung

Wandsbek. Mit einem großen Fragezeichen im Gesicht verließen die Anwohner der Marienthaler Oktaviostraße die Sitzung des Wandsbeker Planungsausschusses. Ein einziger Satz in der Debatte hatte für sie die jahrelange Bürgerbeteiligung an der geplanten Bebauung des ehemaligen Concordia-Sportplatzes in Frage gestellt. "Eine zweite Beteiligungs-Runde wird es nicht geben", hatte der Wandsbeker Baudezernent Arne Klein warnend in Richtung Politik gesagt.

Aus 17 Entwürfen für die acht Häuser mit insgesamt 24 Wohnungen hatten Politiker und die Bürgerinitiative "Schützt das Wandsbeker Gehölz und die Struktur von Marienthal" einen zu ihrem Favoriten erklärt. Und diesen einen Entwurf Nr. 15 von LH Architekten und dem Hamburger Projektentwickler Waterbound Real Estate GmbH, der die acht zweigeschossigen Satteldachhäuser variiert und gegeneinander verdreht anordnet, soll es werden. Er passe am besten zu den Villen in der Oktaviostraße. Deshalb soll er als Vorschlag des Bezirks an die Finanzbehörde gehen. Viele der 16 Mitbewerber wollen massiver bauen und haben sich nicht an die Vorgaben gehalten.

Mit der Weiterleitung aber liegt das Verfahren allein in der Hand der Finanzbehörde. Sie wird das Gebäude-Konzept und das Gebot für das städtische Grundstück prüfen und dann entscheiden, an wen zwecks Wohnungsbau verkauft wird. "Dann kann etwas herauskommen, was gar nichts mit dem Votum des Bezirks zu tun hat", sagte Klein und überraschte damit Bürger und Politiker gleichermaßen. Der SPD-Stadtplaner Rainer Schünemann wollte trotzdem keinen zweiten bezirklichen Vorschlag mitgeben, wie es die Verwaltung nahe legte. Schünemann: "Dann wird vielleicht noch unter Berufung auf unser Votum die falsche Lösung genommen. Ich glaube aber, dass die Finanzbehörde auf uns zukommen würde, wenn sie mit der 15 ein echtes Problem hätte." Die Grünen sahen es genauso. In der Abstimmung blieb es also bei nur einem Vorschlag. In die Bewertung der 17 Konzepte fließen das Kaufpreisgebot mit 30 und das städtebauliche Konzept mit 70 Prozent ein.

Eckhard Mohr von der Bürgerinitiative: "Wir hoffen natürlich, dass die 15 es macht. Und wundern uns. Denn wie kann etwas Bürgerbeteiligung heißen, wenn am Ende die Behörde doch allein entscheidet?" Bis Sommer soll das Grundstück verkauft sein, anschließend ein vom Bauherrn bezahlter Bebauungsplan in etwa eineinhalb Jahren Baurecht schaffen. Das Plangebiet ist etwa 1,5 Hektar groß. 6400 Quadratmeter werden bebaut, der andere Teil dem Wandsbeker Gehölz zugeschlagen.

(axö)
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