06.02.13

Hamburger Hafen

14 Hafenarbeiter verletzt: Waren Schweröl-Dämpfe Ursache?

Die Arbeiter auf der "Jonny Ritscher" klagten über starke Kopfschmerzen und Übelkeit und wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Foto: dpa
Krise in der Schifffahrt
Bei einem Schiff im Hamburger Hafen wurde in der Nacht zum Mittwoch Gefahrgutalarm gegeben

Hamburg. Durch bislang unbekannte Gase sind 14 Mitarbeiter der HHLA am Burchardkai leicht verletzt worden. Die Hafenarbeiter hatten an Bord der "Jonny Ritscher" Ladung gelöscht, als sich gegen 2.30 Uhr plötzlich übler Geruch ausbreitete.

Die HHLA-Mitarbeiter klagten über Übelkeit, Augen- und Atemwegsreizungen und wurden von Bord gebracht. Vorsorglich wurden sie in Krankenhäuser gebracht. Die Wasserschutzpolizei richtete einen Absperrradius von 150 Metern ein, Umweltexperten der Feuerwehr rückten an, um festzustellen, welche Gase ausgetreten waren.

Die Messungen der Feuerwehr werden heute analysiert, mit einem Ergebnis kann in den frühen Abendstunden gerechnet werden. Ersten Ermittlungen zufolge könnten die Verletzungen auf Ausdünstungen von gebunkertem Kraftstoff zurückzuführen sein. Das Schweröl wurde in St. Peterburg an Bord genommen. Der Lösch- und Ladebetrieb an Bord der "Jonny Ritscher" wurde bis auf Weiteres eingestellt. Die "Jonny Ritscher" ist ein unter der Flagge von Liberia fahrendes Containerschiff. Sie ist 178 Meter lang.

(jel)
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