01.02.13

Sanierung abgeschlossen

Mehr Sicherheit im Elbtunnel: Ab Sonntag alle Röhren offen

Immer wieder wurden Röhren für Bauarbeiten gesperrt, um die Sicherheit im Tunnel zu erhöhen. Am Sonntagmorgen soll alles fertig sein.

Foto: dpa
Elbtunnel in Hamburg
So sah es die letzten Jahre gewöhnlich vorm Elbtunnel aus: Dichter Verkehr und Behinderungen auf den Straßen. Nach vier Jahren sicherheitstechnischer Nachrüstung und Sanierung werden am Wochenende wieder alle vier Elbtunnel-Röhren für den Verkehr freigegeben

Hamburg. Die Sanierung ist abgeschlossen: Erstmals seit 2008 sollen von diesem Sonntag an alle vier Tunnel im Hamburger Elbtunnel geöffnet sein. Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), stellten am Freitag die erreichten Sicherheitsstandards vor und demonstrierten dabei eine Rauchgas-Absaugung. "Der Bund hat mit 257 Millionen Euro massiv in die Sicherheit des Elbtunnels investiert", sagte Ferlemann. "Brandschutz, Fluchtwege, Tunnellüftung und Entwässerung erfüllen jetzt höchste Ansprüche."

Der Termin hatte sich im Laufe des Tages mehrmals verzögert. In Folge eines Auffahrunfalls mit fünf Fahrzeugen in der dritten Röhre, bei dem drei Menschen leicht verletzt wurden, war es zu Staus gekommen.

Der 1975 eröffnete Elbtunnel ist ein Teil der Autobahn 7 (Hannover-Flensburg) und gilt als das Nadelöhr des Nordens. Der Bund hatte 2002 ein sicherheitstechnisches Nachrüstprogramm für Straßentunnel beschlossen, nachdem es in mehreren Tunneln im Ausland schwere Unfälle mit Bränden gegeben hatte. Von 2003 bis 2007 gab es zunächst umfangreiche Asbest-Sanierungen. Im Januar 2009 startete das eigentliche Nachrüstprogramm, bei dem unter anderem drei zusätzliche Fluchttunnel gebaut wurden. Außerdem gibt es inzwischen neue Notruf-Nischen und Lautsprechersysteme. Der Tunnel sei jetzt sehr modern und sicher, betonte auch Christian Schäfer von ADAC Hansa.

Ende 2008 waren zuletzt alle vier Röhren zur gleichen Zeit geöffnet. Bis Sonntagmorgen sind nur drei Tunnel befahrbar. Es kam deswegen regelmäßig zu Staus und Behinderungen. "Ich bin erleichtert, dass die volle Leistungsfähigkeit der A7 in diesem Bereich wieder gegeben ist", erklärte Senator Horch. Die Öffnung hatte sich um zwei Monate verzögert, weil bei Tests entdeckt worden war, dass ein Rauchabzugskanal defekt war.

Täglich fahren laut Verkehrsbehörde rund 130 000 Fahrzeuge durch den Tunnel. Schon kleine Störungen beim Elbtunnel verursachen regelmäßig lange Staus. Außer die üblichen, nächtlichen Wartungsarbeiten ist nach Angaben der Verkehrsbehörde vorerst keine weitere Sperrung einer Röhre geplant. Die Freude über die Wiedereröffnung aller vier Röhren sei aus Sicht des ADAC aber getrübt, meinte Schäfer. Von 2014 an würden die geplanten Bauarbeiten für den sogenannten Deckel auf der A7 im Zuge des Ausbaus der Autobahn sicherlich auch wieder zu Behinderungen am Elbtunnel führen.

(dpa/abendblatt.de)
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