01.02.13

Hamburger Jobs

Arbeiten mit 107: Amt schreibt verstorbene Rentnerin an

Die Arbeitsagentur wollte Elisabeth Schmidt ins Berufsleben integrieren. Doch die Dame ist lange tot und wäre heute auch viel zu alt.

Foto: dpa/DPA
Bundesagentur für Arbeit
Die Bundesagentur für Arbeit Hamburg schrieb eine seit 27 Jahren verstorbene Rentnerin an - zwecks Berufseingliederung

Hamburg. Dieser Fall ist skurril: Die Hamburger Agentur für Arbeit hat eine seit 27 Jahren verstorbene Rentnerin angeschrieben, um sie wieder in das Berufsleben zu integrieren.

"Sehr geehrte Frau Schmidt, ins Berufsleben zurückzukehren - den alten Job wieder aufzunehmen oder etwas ganz anderes zu machen: Haben Sie darüber in letzter Zeit mal nachgedacht?", heißt es in dem Schreiben. Nicht nur, dass die Rentnerin bereits lange verstorben ist - sie wäre heute auch bereits 107 Jahre alt. Ihr inzwischen 76-jähriger Sohn erhielt den Brief und berichtete dies der Bild-Zeitung. "Das ist einfach nur lachhaft", sagte er der Zeitung.

Von der Agentur für Arbeit Hamburg gab es inzwischen eine Entschuldigung. "Es ist beschämend und unangenehm. So etwas darf nicht passieren und ist durch nichts zu entschuldigen", sagte Sprecher Knut Böhrnsen. Die Adressen seien eingekauft und von dem Verkäufer offensichtlich nicht geprüft worden.

(nas)
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