Moorburg BUND: Gericht stoppt Kühlwassernutzung für Kraftwerk

Foto: Michael Rauhe

Laut Naturschützern hat das Oberverwaltungsgericht die Nutzung von Elbwasser zur Kühlung des Kohlekraftwerks Moorburg untersagt.

Hamburg. Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat laut BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) Hamburg die Kühlwassernutzung aus der Elbe für das Kohlekraftwerk Moorburg gestoppt. Die Entscheidung fiel demnach am Montagnachmittag.

Damit werde der Klage des BUND weitgehend stattgegeben. "Dies ist ein großer Tag für den Gewässerschutz an der Tideelbe. Die Entnahme von gigantischen 64 Kubikmeter Elbwasser pro Sekunde für Kühlzwecke ist nun gerichtlich untersagt", sagte Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer.

Die Kühlwasserentnahme hätte vor allem die Fischfauna geschädigt, Kleinstorganismen in großem Umfang abgetötet und die Sauerstoffsituation in der Tideelbe weiter verschärft, befürchteten Umweltschützer.

Das Kraftwerk, mit dessen Fertigstellung Ende des Jahres gerechnet wird, kann allerdings trotzdem in Betrieb gehen. Betreiber Vattenfall kann auf den bereits im Bau befindlichen Hybridkühlturm zurückgreifen. Trotzdem werten die Naturschützer den Gerichtsentscheid als Erfolg, da kein Wasser aus dem Fluss entnommen werden dürfe. Dies sei richtungsweisend auch für den Kraftwerksbau in anderen Bundesländern.