17.01.13

Nummernschilder

Immer mehr Diebstähle von Autokennzeichen in Hamburg

Mit 796 Stück wurden in Hamburg im Jahr 2012 zehn Prozent mehr Nummernschilder geklaut als noch im Jahr zuvor.

Foto: dpa
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Immer mehr Autokennzeichen in Hamburg werden gestohlen

Hamburg. Die Diebstähle von Autokennzeichen haben im Vorjahr deutlich zugenommen. Wurden 2011 in Hamburg noch 725 Nummernschilder gestohlen, waren es 2012 bereits 796 - das sind rund zehn Prozent mehr.

Wie viele Autokennzeichen missbraucht werden, um eine Straftat zu begehen oder zu verschleiern, ist unklar, weil viele Fälle nicht aufgeklärt werden. Häufig fahren Diebe mit den Fremdschildern zum Tanken und machen sich dann aus dem Staub, ohne zu bezahlen. Den Nachweis, dass sie selbst die Tat nicht begangen haben, müssen dann meist die rechtmäßigen Eigentümer der Kennzeichen erbringen.

Spitzenreiter im Ländervergleich ist Nordrhein-Westfalen: Dort sind mehr als 20.000 Kennzeichen von Autos, Lastwagen und Motorrädern gestohlen worden - 2010 waren es noch 2600 weniger. Den Trend registriert auch der ADAC in Hamburg mit Sorge. "Auffällig ist, dass die Diebstähle zunehmen, wenn die Spritpreise steigen", sagt Christian Schäfer vom ADAC Hansa. Einem ADAC-Mitglied sei sogar fünfmal das Kennzeichen gestohlen worden. Manche Täter lauerten aber gezielt auf ihre Chance. So sei etwa der Flughafenparkplatz ein "bevorzugtes Operationsgebiet", zumal für den Dieb absehbar ist, dass der Fahrer den Diebstahl zunächst nicht registrieren wird.

Unter dem Schutz der fremden Identität begehen die Täter häufig Straftaten, für die sie nicht belangt werden können. So war es auch im Juni, als die Polizei drei Männer nach einem Einbruch in einem Haus am Niendorfer Gehege festnahm. Sie hatten einen gestohlenen Peugeot dabei und an diesem gestohlene Nummernschilder angebracht.

Schwierig wäre es in diesem Fall nach einem Unfall geworden: Stellt sich heraus, dass es sich bei dem Unfallauto nicht um das versicherte Fahrzeug handelt, komme die Haftpflichtversicherung für Schäden nicht auf. "In diesem Fall entschädigt die Verkehrsopferhilfe", sagt Christian Lübke vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft.

Nicht immer ist ein Diebstahl der Grund für ein fehlendes Kennzeichen - manchmal fällt es einfach ab. Unbequem wird es in jedem Fall. Zum zeitlichen Aufwand kommen Kosten von bis zu 100 Euro. Außerdem darf der Halter das Auto erst wieder benutzen, wenn das neue Nummernschild da ist.

(dah)
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