08.01.13

Auszeichnung

Hamburger Ernst-Jung-Preis geht an zwei Forscher

Biochemiker aus Frankfurt und Krebsforscherin in den USA teilen sich den Medizin-Preis der Hamburger Stiftung.

Foto: pa/chromorange
DNA, DNS, Doppelhelix
Doppelhelix der DNS (Symbolbild)

Hamburg. Zwei Wissenschaftler teilen sich in diesem Jahr den mit 300 000 Euro dotierten Ernst Jung-Preis für Medizin. Die Auszeichnung geht an den Biochemie-Professor Ivan Dikic (46) von der Frankfurter Goethe-Universität und die Krebsforscherin Prof. Angelika Amon (45) vom Massachusetts Institute of Technology, wie die Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung am Dienstag in Hamburg mitteilte. Der Preis – er ist einer der höchstdotierten Medizinpreise Europas – soll am 3. Mai in Hamburg vergeben werden.

Die Stiftung will mit der Auszeichnung bahnbrechende medizinische Grundlagenforschung fördern. "Es sind Forschungsprojekte, von denen langfristig die Entwicklung neuer oder verbesserter Therapiemöglichkeiten zu erwarten sind und die eines Tages helfen werden, Krankheiten zu heilen oder Leid zu lindern", hieß es.

Prof. Angelika Amon, Preisträgerin  Ernst Jung Preis für Medizin 2013
Foto: MIT Prof. Angelika Amon, Preisträgerin Ernst Jung Preis für Medizin 2013

Die österreichisch-amerikanische Wissenschaftlerin Amon wird für ihre grundlegenden Untersuchungen zu den Folgen einer fehlerhaften Chromosomenaufteilung ausgezeichnet. "Die Kenntnis dieser Regelkreisläufe ist der Schlüssel zum Verständnis abnormer Zellteilungsvorgänge, wie sie für Krebserkrankungen typisch sind", begründete die Stiftung.

Dikic wird für seine Forschung zum Signalweg des Marker-Peptids Ubiquitin, das von großer zellbiologischer Bedeutung ist, geehrt. Ihm sei es gelungen, neue Erkenntnisse über die molekulare Ursache zahlreicher Krankheiten zu gewinnen und sogenannte Zielproteine für die Entwicklung neuartiger Medikamente zu identifizieren.

Prof. Ivan Dikic, Preisträger Ernst Jung-Preis für Medizin 2013
Foto: Goethe-Universität Frankfurt Prof. Ivan Dikic, Preisträger Ernst Jung-Preis für Medizin 2013

Die Ernst Jung-Medaille für Medizin in Gold erhält Prof. Sir Salvador Moncada für sein wissenschaftliches Lebenswerk. Dass Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Acetylsalicylsäure wie Aspirin geholfen werden kann, gehe zu einem Gutteil auf die Arbeit des 68-Jährigen zurück, teilte die Stiftung mit. Den mit 210 000 Euro dotierten Ernst Jung-Karriere-Förderpreis erhält die 32 Jahre alte Assistenzärztin am Universitätsklinikum Erlangen, Anita Kremer. Die Jung-Stiftung wurde 1967 ins Leben gerufen. Gründer war der Hamburger Reeder Ernst Jung (1896-1976). An seinem Todestag, dem 8. Januar, gibt die Stiftung jedes Jahr die Preisträger bekannt.

(lno)
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