Leben retten Gegen den Trend: Hamburger spenden öfter und mehr Organe

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Während bundesweit nach Skandalen die Bereitschaft zur Organspende sank, stieg der Helferwillen in der Hansestadt deutlich an.

Hamburg. Entgegen dem bundesweiten Trend ist die Zahl der Organspender und Spenderorgane in Hamburg im vergangenen Jahr gestiegen. Das teilte die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz am Montag in der Hansestadt mit und berief sich dabei auf Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).

Deutschlandweit sank die Zahl der Organspender um 12,8 Prozent. In Hamburg gab es im vergangenen Jahr 49 postmortale Organspenden, 14 mehr als 2011. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Spenderorgane von 106 auf 185.

Für Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) sind unter anderem Werbe- und Aufklärungsaktionen Gründe für die positive Entwicklung. "Gerade nach den jüngsten Skandalen um Organspenden dürfen wir aber nicht in unseren Bemühungen nachlassen, noch mehr Organspenderinnen und -spender zu gewinnen. Organspenden schenken Leben. Deshalb wollen wir die Menschen weiterhin aufklären und motivieren, sich in Solidarität mit den Patienten auf der Warteliste für die Organspende zu entscheiden." Sinnvoll sei es jedoch, die Zahl der Transplantationszentren zu reduzieren. Weniger, gut verteilte regionale Zentren könnten dann durch mehr Operationen und mehr Erfahrung der Mediziner besseren Standard bieten. Prüfer-Storcks lobte die "erfolgreiche Arbeit" des UKE-Transplantationszentrums.