Hamburg Feuerwehr und Krankenhäuser rüsten sich für Silvester

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Zum Jahreswechsel gibt es in Hamburg besonders viele Einsätze für Rettungskräfte. Notaufnahmen und Feuerwehr haben Personal aufgestockt.

Hamburg. Alkohol, Böller, Glatteis: In der Neujahrsnacht kommen einige Faktoren zusammen, die dafür sorgen, dass Krankenhäuser, Feuerwehr und Notfalldienste alle Hände voll zu tun haben. Auch dieses Jahr rüsten sich die Notaufnahmen der Kliniken, das Deutsche Rote Kreuz und natürlich die Feuerwehr. Für diese ist es meist die einsatzstärkste Nacht des Jahres.

Im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) kommt es in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar erfahrungsgemäß vermehrt zu Brand- und Gewaltverletzungen. "Ab 0 Uhr kommt eine bestimmte Art von Verletzungen rein. Darauf müssen wir uns einstellen", sagt UKE-Notfallkoordinator Dr. Ulrich Mayer. Im UKE ist deswegen mehr Personal im Einsatz als normalerweise. "In der Unfallchirurgie und Augenheilkunde haben wir einen zusätzlichen Kollegen an Bord", so Mayer. Außerdem werde das Pflegepersonal aufgestockt. Da das Patientenaufkommen von Jahr zu Jahr unterschiedlich sei, seien zusätzlich auch mehr Ärzte als sonst im Bereitschaftsdienst. Ein weiteres Silvester-Phänomen: "Einige Patienten kommen in die Klinik, um hier ihren Rausch auszuschlafen", so Mayer.

Auch die Notaufnahme der Asklepios Klinik Altona hat ihr Personal zum Jahreswechsel aufgestockt. Es werde ein zusätzlicher Chirurg eingesetzt, auch in der Pflege seien mehr Kollegen vor Ort. "Zu Weihnachten und Silvester ist immer sehr viel zu tun", berichtet Dr. Barbara Hogan, Leiterin der Notaufnahme. Insbesondere Brandverletzungen gebe es zum Jahreswechsel besonders oft.

Das Deutsche Rote Kreuz bereitet sich ebenfalls auf die Silvesternacht vor. Mehr als 60 ehrenamtliche Sanitäter werden in der Neujahrsnacht in Hamburg im Einsatz sein, teilte ein DRK-Sprecher am Freitag mit. Die freiwilligen Helfer werden sich insbesondere zwischen dem Hafen und der Reeperbahn um Verletzte und Kranke kümmern. In der Nähe der Landungsbrücken, beim Spielbudenplatz und nahe der Großen Freiheit sollen Hilfsstellen aufgebaut werden. Die DRK-Einsatzkräfte sind von 22 Uhr bis in die frühen Morgenstunden vor Ort.

Auch für die Hamburger Feuerwehr gibt es in der Silvesternacht erfahrungsgemäß richtig viel zu tun. Dann gebe es laut Feuerwehr-Sprecher Joachim Pfau etwa 1800 bis 2000 Einsätze. An einem gewöhnlichen Montag seien es nur etwa 700 bis 800. Deshalb verstärkt die Feuerwehr ihr Einsatzteam auf allen Ebenen. In der Innenstadt werden zusätzliche Rettungswagen und Hilfsorganisationsstützpunkte besetzt. Auch in der Rettungsleitstelle ist mehr Personal im Einsatz. Außerdem werde die sonst übliche Nachtausdünnung des Personals ausgesetzt. Die Freiwillige Feuerwehr muss in der Silvesternacht eine durchgängige Einsatzbereitschaft gewährleisten.