26.12.12

Festtage

Hamburger Polizei zieht relativ friedliche Weihnachts-Bilanz

Rund 1500 Einsätze gingen in der Polizeizentrale über die Feiertage ein. Brände, Überfälle und Unfälle hielten die Beamten auf Trab.

Foto: pa/dpa
Ein Polizist geht in Hamburg über den Weihnachtsmarkt am Rathausmarkt. Die Polizei zieht über die Weihnachtsfeiertage eine relativ friedliche Bilanz
Ein Polizist geht in Hamburg über den Weihnachtsmarkt am Rathausmarkt. Die Polizei zieht über die Weihnachtsfeiertage eine relativ friedliche Bilanz

Hamburg. Die Hamburger Polizei kann bisher auf ein recht friedliches Weihnachten 2012 zurückblicken. Rund 1500 Einsätze liefen in der Polizeieinsatzzentrale auf. Am Heiligabend wurden die Einsatzkräfte nach einem Überfall auf eine 83-Jährige nach Farmsen gerufen. Das Opfer war von zwei Unbekannten überfallen und ausgeraubt worden, als sie die Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus offen gelassen hatte, um ihre Katze hereinzulassen. Die Täter fesselten die Seniorin, durchwühlten ihre Wohnung und nahmen Schmuck, sowie 200 Euro Bargeld mit. Sie trugen Wollmützen und sind etwa 1,80 Meter groß.

In der Nacht zu Dienstag überfielen zwei Männer einen 24 Jahre alten Hotelangestellten in der Niendorfer Straße in Lokstedt. Der Angestellte kam gerade aus dem Keller, als ihn die beiden Maskierten mit einem Messer und Pfefferspray bedrohten. Sie raubten Bargeld in Höhe von 400 Euro aus der Hotelkasse und flüchteten mit einem dritten Beteiligten, der offenbar vor der Tür gewartet hatte, in Richtung Kollaustraße. Das Opfer beschreibt die Beiden als etwa 1,70 bis 18,0 Meter groß, mit kräftiger Statur und südländischem Typ. Hinweise zu den Fällen nimmt die Verbindungsstelle im Landeskriminalamt unter der Rufnummer 4286-56789 entgegen.

Um etwa die gleiche Uhrzeit zerstörte ein Feuer unterdessen den Verkaufsraum und die Produktionshalle des Fischgroßhändlers Hagenah im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld. Der Brand brach gegen 3.20 Uhr aus. Als die Einsatzkräfte eintrafen, brannte die 20 mal 30 Meter große Halle bereits lichterloh. Die aufwendigen Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden, die Feuerwehr konnte aber ein Übergreifen der Flammen auf eine angrenzende Lagerhalle verhindern. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache und Schadenshöhe waren zunächst unklar.

Am Abend des ersten Weihnachtsfeiertags wurden die Beamten zu einem Einbruch in Poppenbüttel gerufen. Ein Zeuge hatte zwei Männer beim Einbruch in eine Wohnung in der Ruscheweyhstraße beobachtet und die Polizei verständigt. Der 34 Jahre alte Zeuge verfolgte die beiden mutmaßlichen Einbrecher bis zum Norbert-Schmid-Platz. Dort trennten sie sich. Einen der beiden, einen 30-jährigen Armenier, hielt der Mann bis zum Eintreffen der Polizei in Schach. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen.

Zu einem tragischen Unglück kam es am ersten Weihnachtstag gegen 20 Uhr in der Mengestraße in Wilhelmsburg. Während der Fahrt hat sich ein Autofahrer (35) selbst in Brand gesetzt. Er hatte unmittelbar zuvor an der dortigen Aral-Tankstelle getankt. Offenbar hatte er sich dabei mit Sprit bespritzt. An der Kasse bezahlte er nicht nur das Benzin, sondern kaufte auch Zigaretten. Unmittelbar nachdem er vom Tankstellengelände gefahren war, so vermutet die Polizei, steckte er sich eine Zigarette an und setzte dabei seine Kleidung in Brand. Der Mann wurde lebensgefährlich verletzt, das Fahrzeug brannte völlig aus.

Am Mittwochmorgen kam es dann zu einem tödlichen Unfall in Bahrenfeld. Ein 18 Jahre alter Autofahrer raste mit einem Wagen gegen einen Laternenmast und starb. Seine drei Mitfahrer wurden laut Polizei schwer verletzt und kamen ins Krankenhaus. Lebensgefahr bestehe nach ersten Erkenntnissen bei dem 17-jährigen Mädchen und den 19 und 20 Jahre alten Männern nicht.

Der 18-Jährige hatte auf der Stresemannstraße/ Ecke Bornkampsweg die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und war mit voller Wucht gegen den Laternenmast geprallt. Vermutlich war er mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit gefahren. Der 18-Jährige wurde in dem Fahrzeug eingeklemmt und starb noch am Unfallort. Untersuchungen der Polizei ergaben, dass die Kennzeichen des Unfallautos als gestohlen gemeldet sind. Die Ermittlungen dauern an.

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