21.12.12

Wetter in Hamburg

Frust statt Frost: Nach Glatteis wird's zum Fest stürmisch

Tief "Quirina" lässt Hoffnung auf weiße Weihnachten schmelzen. Nach der Kälte setzt am Montag Tauwetter ein. Zeitweise Glättegefahr.

Foto: Pressebild.de/Bertold Fabricius
Alstertanne auf der Binnennalster
Die weihnachtliche Binnenalster: Weiße Weihnacht wird es nicht geben. Das Team von Abendblatt.de wünscht allen Lesern frohe Weihnachten 2012!

Hamburg. Weiße Weihnacht in Hamburg bleibt in diesem Jahr ein Wunsch ohne Aussicht auf Erfüllung. Zu Heiligabend wird es mild. "Alles deutet darauf hin, dass zu Montag Tauwetter einsetzt", sagt Meteorologe Alexander Hübener vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg. Tief "Quirina" bringt vom Nordatlantik Temperaturen bis zu acht Grad in die Hansestadt und verdrängt damit die aus Osten kommende sibirische Kälte. Beide Wetterfronten hatten zuvor um das Weihnachtswetter in Deutschland "gerungen".

Am Sonnabend erwartet die Hansestadt zunächst noch Dauerfrost bei minus einem Grad und leichtem Schneefall. "Der Sonnabend ist wohl der letzte Tag, um noch einmal bei Schnee und Kälte über den Weihnachtsmarkt zu gehen", sagt Hübener. Denn dann geht es "zur Sache": "Der Sonntag startet mit Frost und Schnee, gleich danach zieht am Nachmittag warme Luft mit Regen hinterher", so der Meteorologe. Dazwischen könne der Regen gefrieren. "Es kann gefährlich werden", sagt Hübener. "Autofahrer, die auf dem Weg zum Weihnachtsfest sind, müssen mit Glätte rechnen."

Am Montag zu Heiligabend würden die Temperaturen rapide ansteigen. "Zum Fest wird mit bis zu acht Grad gerechnet", so Hübener. Ein wenig vereinzelter Schneematsch könne vom Wochenende noch auf den Straßen liegen. "Weiße Weihnachten sehen anders aus", so der Meteorologe.

Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag bleibt es laut Prognose des Wetterinstituts mild und wechselhaft. "Dazu kommt stärkerer Wind, der zum Teil auch stürmisch sein kann", so Hübener.

Weiße Weihnachten in ganz Deutschland gab es zuletzt vor zwei Jahren. Der Dezember 2010 ging als kältester Dezember seit mehr als 40 Jahren in die Statistik ein. Rein statistisch stehen die Chancen auf Schnee an den Feiertagen in Deutschland generell eher schlecht: Schneesicher sind nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes nur die Alpen, sonst liegt die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten bei zwei Prozent an der Nordsee, bei zehn Prozent entlang des Rheins und 20 bis 25 Prozent im Osten Deutschlands. In Bayern und in den Mittelgebirgen liegt sie immerhin bei 30 bis 40 Prozent.

(schrö/dpa)
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