06.12.12

Einsatz an den Deichtorhallen

Gasleck in der City löst Chaos am Hauptbahnhof aus

Großeinsatz für die Feuerwehr, nachdem bei Bauarbeiten eine Gasleitung beschädigt wurde. Stundenlang waren Zugverbindungen unterbrochen.

Foto: Andr Zand-Vakili
Dichtes Gedränge am Hauptbahnhof, nachdem an den Deichtorhallen ein Gasleck aufgetreten ist und die Bahnverbindung gen Süden unterbrochen werden musste
Dichtes Gedränge am Hauptbahnhof, nachdem an den Deichtorhallen ein Gasleck aufgetreten ist und die Bahnverbindung gen Süden unterbrochen werden musste

Hamburg. Weil bei Bauarbeiten nahe der Deichtorhallen eine Gasleitung beschädigt wurde, war der komplette Fernverkehr zwischen Harburg und dem Hauptbahnhof von 16.07 Uhr an unterbrochen. Betroffen waren auch die Metronom-Züge im Nahverkehr, die S-Bahnen fuhren hingegen noch. Dort herrschte am Abend heilloses Gedränge auf den Bahnsteigen. Am Gleis der S3 in Richtung Süden standen Hunderte Bahngäste und versuchten, in die wegen des Berufsverkehrs ohnehin schon vollen Bahnen zu gelangen. "Wir standen eine halbe Stunde am Bahnsteig, sind aber nicht einmal ansatzweise in eine Bahn gekommen. Wir haben Koffertrolleys dabei. Das ist fast lebensgefährlich", so Nadine Reimers, die mit einer Freundin in das Chaos hineingeraten ist. Auch Taxen waren am Hauptbahnhof zu dieser Zeit nicht zu bekommen.

Die Fernzüge wurden laut Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis in Harburg und im Hauptbahnhof "gedreht": Sie fuhren von dort jeweils in die Richtung, aus der sie gekommen sind, zurück.

An der Unglücksstelle strömte bis etwa 20 Uhr Gas aus. Mit einem Großaufgebot war die Feuerwehr vor Ort, Mitarbeiter des Gasversorgers E.on Hanse versuchten das Leck abzudichten. Die Deichtorhallen und umliegende Bürogebäude wurden von der Feuerwehr evakuiert. Der Autoverkehr war nur in geringem Umfang betroffen. Die Feuerwehr hatte einen Sperrradius von 50 Metern angeordnet.

Bei Bohrungen an der Banksstraße war offenbar eine wichtige Hochdruckleitung getroffen worden. "So etwas kann vorkommen, allerdings sind die Leitungen natürlich auf Karten verzeichnet", so ein Sprecher des Energieversorgers E.on-Hanse. Mitarbeiter baggerten den Bereich rund um das Gasleck aus. Parallel wurden die Arbeiten am Gasnetz vorbereitet. Gegen 20 Uhr dann konnte das Leck versiegelt werden.

Aus dem oberen Ende strömte zeitweise das Gas "wie aus einem Schornstein" so Hendrik Frese von der Feuerwehr. Solange Gas ausströmte, musste der Fernverkehr ausgesetzt werden: die Gefahr war zu groß, weil an den Stromabnehmern der Züge Funken hätten entstehen können – die im schlimmsten zu einer Explosion geführt hätten. Das Versorgungsunternehmen hatte den Gasdruck in der betroffenen Hochdruckleitung reduziert, in anderen Leitungen hingegen wurde der Druck umgehend erhöht, um die Gasversorgung sicher zu stellen, hieß es.

Am Abend wurde der Hauptbahnhof wieder für den Zugverkehr freigegeben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Dreieinhalb Stunden dauerte die Unterbrechung an.

(jel/zv/dah)
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