17.11.12

Lieblingsmenü

Fünf-Gänge-Aktion: Und was ist Ihr Lieblingsmenü?

Im Januar geht es wieder los. Bis zum Mai können Abendblatt-Leser in drei der besten Restaurants der Stadt fein speisen und genießen.

Von Matthias Rebaschus
Foto: Bertold Fabricius/Pressebild.de
Köche im Landhaus Scherrer Mein Lieblingsmenü
Ein Hauch von Harry Potter: Blick in die Küchenwelt des Landhauses Scherrer, wo sich die drei Küchenchefs trafen. Am kleinen Tischräucherofen steht Thomas Sampl vom Restaurant Vlet (links). Scherrer-Küchenchef Heinz Wehmann macht mit Eis und Alkohol mächtig Dampf (M.). Und Thomas Wilken vom Hotel Atlantic lässt die Flammen beim Flambieren zucken (r.)

Die Aktion "Lieblingsmenü" geht in die zweite Runde. Drei Hamburger Top-Restaurants sind Anfang kommenden Jahres dabei, wenn es wieder die Eintrittskarte in die feine Welt der Gourmets beim Hamburger Abendblatt für 59,50 Euro gibt. Der Gutschein ist eine Rundum-sorglos-Karte: einmal beim Abendblatt bestellt, erhält man den Gutschein per Post mit einer individuellen Codenummer. Mit dieser Nummer kann man dann in einem der Restaurants reservieren - und muss nur noch Essen gehen. Fünf Gänge werden serviert. Zu jedem Gang kommt ein eigener Wein, der vom Weinkontor Rindchen ausgesucht wurde. Wasser und Kaffee sind auch noch dabei.

Das Hamburger Abendblatt hat wieder drei der feinsten Adressen der Stadt ausgesucht: Es kochen Heinz Wehmann vom Sternerestaurant Scherrer an der Elbchaussee, Thomas Wilken vom Hotel Atlantic an der Außenalster und Thomas Sampl vom Restaurant Vlet in der Speicherstadt.

Der Grund für den frühen Start der zweiten Staffel ist einfach: Das Lieblingsmenü war unter allen Abendblatt-"Lieblingsaktionen" dieses Jahres die bei Weitem erfolgreichste - neben "Herrn Lombard", der Geld verteilte, und der weißen Hochzeitskutsche. Für große Glücksmomente sorgte auch das Lieblingsmenü, und zwar an einem Sonnabendabend am Fensterplatz im Hotel Atlantic. Zum sommerlichen Erdbeerdessert machte ein gut 25-jähriger Mann seiner weiblichen Begleitung, der er einen Lieblingsmenü-Gutschein spendiert hatte, einen Heiratsantrag - nach anfänglicher Nervosität. "Hat er sich gut ausgedacht und prima getimt", bemerkte Restaurant-Maître (Chef) Willi Kopf, denn der Antrag war erfolgreich.

Es gibt noch einen zweiten Grund für den frühen Start der zweiten Staffel, die ja erst im kommenden Jahr beginnt: Viele Gutscheinkäufer und auch Abendblatt-Leser möchten Gutscheine verschenken. Vielleicht nicht, um gleich nach dem Dessert verlobt zu sein, aber doch um diesen unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Allen sei hier ein kleiner Tipp sozusagen mit unter den Weihnachtsbaum gelegt. Bei den Gutscheinen gilt die alte Regel: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wer also vielleicht seinen Hochzeitstag im kommenden Jahr bei dem Spitzenkoch seiner Wahl feiern will, wird bei zu später Buchung möglicherweise feststellen müssen, dass der spezielle Tag schon ausgebucht ist.

Zurück zum Wert des Gutscheins: Der für ein Gourmet-Menü vergleichsweise geringe Preis von 59,50 Euro pro Person beinhaltet wirklich alles. Jeder, auch alle, die noch nie in einem Spitzenrestaurant waren, können sich wie der junge Mann mit dem Heiratsantrag etwas trauen. Sorgen vor ausufernden Rechnungen, unbekannten Weinen oder einem ungewohnt feinen Service, sind unbegründet.

Das Gegenteil ist der Fall: Die Genießer des Lieblingsmenüs zeigten sich in der ersten Staffel besonders fröhlich. "Die Atmosphäre war immer sehr angenehm", sagt Sternekoch Heinz Wehmann, "das hat dem Service und den Köchen wirklich viel Spaß gemacht." Auch wenn das Scherrer - wie alle, die bei der ersten Staffel dabei waren - an seine Grenzen kam.

Wehmann: "Diesen Spaß geben wir gern zurück." Doch: Wie ist es, Abend für Abend immer wieder das Gleiche auf hohem Niveau zu kochen? Da lacht der Altmeister: "Das ist Training für uns. Wir tauschten die Teams durch: Wer an einem Tag den Fisch zubereitete, machte am kommenden Tag das Dessert, und auch am Gast wechselte der Service." Dann kommt ein typisches Wehmann-Wort: "Dann laufen die Mitarbeiter runder." Der "Motor Lieblingsmenü" lief so rund, dass besonders die jüngeren Gäste bis zu dreimal Gutscheine einlösten. Das schönste Lob bei der ganzen Aktion gilt dabei den Köchen: Von den Gästen - es waren mehrere Tausend - kam keine einzige Beschwerde über die Speisen. Auch über Speisen, die vielleicht nicht unbedingt in aller Munde sind - wie Schnecken - beschwerte sich niemand. Ganz im Gegenteil: "Wir waren überrascht, dass gut ein Drittel der Gäste den Fisch als Hauptgang wählte", sagt Heinz Wehmann.

"Die Gäste genießen nicht nur die Speisen, sondern auch den Service", sagt Wilken. Deshalb will das Atlantic in der kommenden Staffel bei den Gutschein-Kunden verstärkt "am Gast arbeiten". Heißt: die Kunst zu zeigen, die ein gelernter, kundiger und schlagfertiger Ober beherrscht.

Ein Service, der auch besonders gern beim Wein in Anspruch genommen wird. Denn zur Wohlfühlatmosphäre gehören die korrespondierenden Weine, die vom Weinkontor Rindchen in großer Runde bei einem Testessen ausgesucht worden sind. Zu dieser Runde gehören die Küchen- und Restaurantchefs, die Weinhändler, F&B-Manager (Food and Beverage Manager, deutsch: Wirtschaftsdirektor) und Mitarbeiter des Abendblatts, gleich aus mehreren Abteilungen. Eine Runde, in der sich keiner den Mund verbieten lässt; eine Runde, die auch wenn die Köpfe rauchen, immer eine Einigung schafft und den alten Spruch von den vielen Köchen, die den Brei verderben würden, Lügen straft. Denn den Abendblatt-Lesern schmeckt die Aktion. So werden an dieser Stelle bald wieder neue Geschichten von den Tischen der Restaurants und den Erlebnissen der unbeugsamen Testesser für das beste Lieblingsmenü stehen.

Wir beginnen mit einem Bericht am kommenden Freitag aus dem Restaurant Vlet, wo Chefkoch Thomas Sampl eine alte deutsche Speise in sein Fünf-Gänge-Menü aufnahm, die den Testern mit Sicherheit die Zunge lockern wird. Das Vlet steht in Hamburg unter den Spitzenrestaurants mit 15 Gault-Millau-Punkten und gehört zu den modernsten Betrieben, die nicht nur Wert auf eine tolle Küche, sondern auch auf ein spezielles Design und eine gewisse Großzügigkeit im Restaurant legen - damit man sich gut unterhalten kann.

Weiter geht es mit dem Hotel Atlantic und dem sehr selbstbewussten Koch Thomas Wilken, der sich wieder eine ganz besondere Spezialität ausgedacht hat. Verraten können wir schon so viel: Es wird deutsch, und auch das Weinkontor Rindchen präsentiert nur deutsche Gewächse.

Den Abschluss der zweiten Staffel beim Lieblingsmenü macht Altmeister Wehmann mit dem Landhaus Scherrer, das aktuell einen Michelin-Stern hat. Der Sternekoch will sich noch auf kein Produkt festlegen lassen, spricht nur von "regionalen" und "nachhaltigen" Produkten. Worte, die erst mal sehr einfach und wenig geschmackvoll klingen - die sich jedoch im Sterne-Reich an der Elbchaussee in kleine Zaubereien verwandeln werden.

Achtung: Für jedes Restaurant gilt ein anderer Aktionszeitraum, in dem die Gutscheine eingelöst und die Plätze gebucht werden können:

Das Vlet serviert das Lieblingsmenü im Januar und Februar.

Das Hotel Atlantic ist in den Monaten Februar und März dabei.

Das Landhaus Scherrer lädt im April und Mai die Gutschein-Gäste ein.

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