Sophie Laeisz

Sophie Laeisz, geborene Knöhr (1831-1912), die Ehefrau des Hamburger Großreeders Carl Heinrich Laeisz, verdankte den Spitznamen "Pudel" ihrer Frisur - und alle nach 1880 gekauften Schiffe der Reederei erhielten Namen, die mit "P" begannen. Weil sie so schnell waren, wurden sie als "Flying-P-Liner" bekannt. Der kunstsinnige Reeder hatte in seinem Testament ein Legat von 1,2 Millionen Mark festgeschrieben - unter der Voraussetzung, dass die Stadt Hamburg ein geeignetes Grundstück für den Bau eines Konzertsaals zur Verfügung stellt. Seine Witwe sorgte für die Umsetzung des Wunsches (bis 1933 trug der Saal Laeisz' Namen). Das Ziel: eine "würdige Stätte für die Ausübung und den Genuss edler und ernster Musik". Als sie eröffnet wurde, war die im spätbarocken Stil gebaute Musikhalle das größte und modernste Konzerthaus Deutschlands. (jomi)