31.01.13

Nach Zoff um Chefposten

SPD und Grüne in Altona halten an Koalition fest

Bei einem Krisengespräch einigten sich beide Fraktionen darauf, die Koalition in Altona fortzusetzen. Zuvor war es fast zum Bruch gekommen.

Foto: pa/dpa
Hamburg: Rathaus des Stadtteils Altona
Blick auf den eindrucksvollen Bau des Rathauses Altona in Hamburg. Das Gebäude war ehemals der Bahnhof des Hamburger Stadtteils Altona. Aufnahme vom 1.5.2001.

Hamburg. Der Koalitionsfriede zwischen SPD und Grünen in der Bezirksversammlung Altona ist vorerst wieder hergestellt. Mehrfach hatten beide Fraktionen unterschiedlich abgestimmt, in der Kandidaten-Frage für einen neuen Bezirksamtsleiter kam es jüngst fast zum Bruch. So hat sich SPD-Bezirksfraktionschef Thomas Adrian beworben. Und dies auch öffentlich gemacht. Grünen-Fraktionschefin Gesche Boehlich hatte dessen Kandidatur gegenüber dem Abendblatt aber deutlich abgelehnt. "Das ist nicht unser Kandidat, wir wollen keinen Mandatsträger ", hatte sie gesagt. Eine Äußerung, die in der SPD auf heftige Verärgerung stieß. Bei einem Krisengespräch einigten sich jetzt beide Fraktionen aber die Koalition in Altona fortzusetzen. Offenbar auch auf Druck von Landespolitikern. Bis zum 8. Februar läuft nun noch die Bewerbungsfrist. Wieviele Kandidaturen es bisher gibt, ist noch offen. Die meisten Kandidaten würden erfahrungsgemäß ihre Bewerbung kurz vor Fristende abschicken, heißt es in Politikerkreisen in Altona.

Im März soll es die ersten Vorstellungsgespräche geben, im April zudem eine Vorstellungsrunde in den Stadtteilen des Bezirks. Voraussichtlicher Termin zur Wahl in der Bezirksversammlung ist der 28. Mai.

Eine Neuwahl des Bezirksamtsleiters in Altona wird nötig, weil der 2007 gewählte Amtsinhaber Jürgen Warmke-Rose nicht wieder antreten will. Der parteilose Verwaltungsexperte ist zur Zeit der einzige Hamburger Bezirksverwaltungschef, der kein SPD-Parteibuch besitzt. Hinter vorgehaltener Hand vermuten manche Bezirkspolitiker aber auch, dass Warmke-Rose doch noch ein Jahr im Amt bleiben könnte – falls sich SPD und Grüne nicht auf einem gemeinsamen Kandidaten einigen können. 2014 stehen zudem für die Hamburger Bezirksversammlungen Neuwahlen an. Sollten sich dann die Machtverhältnisse in Altona ändern, hätte ein von SPD und Grünen getragenen Amtschef möglicherweise keine glückliche Zeit.

(at)
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