31.10.12

Alltagspraxis Gesund durch den Arbeitsalltag

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Wenn man Menschen fragt, warum sie keinen Sport treiben, regelmäßige Entspannungsübungen machen oder sich besser ernähren, lautet die Antwort oft: "Mein Job lässt mir dafür keine Zeit." Zugegeben, das Berufsleben ist anstrengend und stressig, und dazu gilt es auch noch, Familie, Freunde und den Haushalt zu stemmen. Da bleibt manchmal wenig Zeit für Sport oder Entspannung. Und doch gibt es ein paar kleine Tricks, wie man mit sehr geringem zeitlichen und organisatorischen Aufwand seinen Berufsalltag deutlich gesünder gestalten kann. Wenn Sie diese Tipps regelmäßig beherzigen, stärken Sie Ihren Körper und Geist und bekommen mehr Kraft, mit Hektik und Stress umzugehen und im Alltag gelassener zu bleiben.

6:30 - Die richtige Balance

für den Tag findet man nur schwer, wenn der frühe Morgen schon mit Hektik beginnt. Wer im Kampf um jede Minute Schlaf den Wecker so spät stellt, dass kaum Zeit für ein richtiges Wachwerden bleibt, gerät gleich zu Beginn des Tages in Stress. Gönnen Sie sich einen ruhigen Anfang und stehen Sie eine Viertelstunde früher auf, um in Ruhe zu frühstücken und sich auf den Tag vorzubereiten.

7:00 - Am Morgen keinen Hunger?

Dann kann man das Frühstück in zwei Etappen einnehmen: zu Hause eine Tasse Kaffee oder Tee trinken und nur eine Kleinigkeit essen. Wichtig ist es, dann zwei bis drei Stunden später das "große" Frühstück mit Vollkornbrot, Müsli, Joghurt oder Obst nachzuholen. Falls Sie zu den Morgenmuffffeln gehören, bereiten Sie am besten Ihr Frühstück schon am Abend vor.

9:15 - Legen Sie den Arbeitsweg

mit dem Rad oder zu Fuß zurück. Das hält fit und das Tageslicht tut gut. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann einfach eine Haltestelle früher aussteigen und den Rest zu Fuß gehen. Das gilt auch für den Heimweg – die frische Luft hilft beim Abschalten vom Job. Außerdem: Nutzen Sie jede Gelegenheit zum Treppensteigen. Bereits 200 Treppenstufen täglich, das sind ungefähr fünf Stockwerke herauf und herunter, haben einen nachweisbaren Effekt auf unsere Bein- und Gesäßmuskulatur.

12:30 - Weniger ist mehr

Zu Mittag ist es ratsam, nur leichte Kost wie einen Salat zu essen, sonst wird man am Nachmittag müde. Die Mittagspause sollte man nach Möglichkeit mit einem kleinen Spaziergang verbinden, die frische Luft und das Tageslicht wirken erfrischend und machen wach. Mittagspause am Schnellimbiss? Manchmal lässt sich Fast Food einfach nicht vermeiden. Ein Imbiss mit Brot und Salat (zum Beispiel Falafel, Dönerkebap oder belegtes Vollkornbrötchen) ist dann vorteilhafter als Currywurst und Pommes frites.

abends - Diensthandy, Laptop & Co.

aus dem Schlafzimmer verbannen, damit man bei eingehenden SMS oder E-Mails etc. nicht jedes Mal an die Arbeit erinnert wird und damit aus dem Entspannungsmodus fällt oder gar aufwacht. Wird das Handy als Wecker genutzt, einfach auf Flugmodus stellen, dann werden SMS und E-Mails nicht empfangen.

tagsüber - Ohne Wasser

trocknen wir aus, bekommen Kopfschmerzen, werden schlapp und unsere Konzentration lässt nach. Es ist wichtig, täglich ausreichend zu trinken, 1,5 bis zwei Liter pro Tag sollten es sein – am besten Wasser oder ungesüßte Früchte- und Kräutertees. Einfach morgens eine 1,5-Liter-Wasserflasche auf den Schreibtisch stellen, die Sie im Laufe des Tages trinken. Leitungswasser ist dafür ideal, es kostet nichts und es macht auch keinen Aufwand, die Flasche in der Teeküche täglich neu aufzufüllen.

zwischendurch - Es gibt viele Möglichkeiten,

während eines Arbeitstages im Büro trotz Schreibtischarbeit in Bewegung zu bleiben. Sie können zum Beispiel im Stehen telefonieren, den Drucker so aufstellen, dass man ein paar Schritte laufen muss, um an die gedruckten Dokumente zu kommen, den Aufzug links liegen lassen und stattdessen die Treppe nehmen

Bewegung ist alles

Ohne Aufwand können folgende Übungen in jeden Büroalltag integriert werden: abwechselnd die Fußspitzen nach oben ziehen und diese Bewegung mehrmals wiederholen. Damit kurbeln Sie Ihre Durchblutung an. Sanft die Schultern von vorn nach hinten kreisen lassen. Das lockert die Nackenmuskulatur. Im Stehen: einige Zeit zügig auf der Stelle gehen, dann ausgiebig recken und strecken. Oder versuchen Sie doch mal eine "Windmühle": erst einen Arm rückwärts kreisen lassen, dann beide Arme. Ist ein Arm oben, ist der andere unten. Die Arme dicht am Körper entlangführen, den Oberkörper nicht mitdrehen. Dauer: circa 30 bis 60 Sekunden.

Mehr Informationen finden Sie im Internet

Allgemeine Tipps www.tk.de/tk/38772

Bewegung www.tk.de/tk/36654

Ernährung www.tk.de/tk/37284

Stress www.tk.de/tk/36166

Zeitmanagement www.tk.de/tk/36476