Modelshow auf ProSieben

Heidi Klum ist wieder auf der Suche nach neuen Topmodels

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Melanie Höhn

Am Donnerstag beginnt die siebte Staffel von "Germany's Next Topmodel". Zusätzliche Kameras sollen die Models noch näher und detaillierter zeigen.

Berlin. Moderatorin und Model Heidi Klum hält wieder Ausschau nach dem besten Nachwuchs-Mannequin : Am Donnerstag (23. Februar, 20.15 Uhr) beginnt die siebte Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ auf ProSieben. 15.711 Mädchen aus 23 deutschen Städten haben sich beworben, 51 davon lernen nun den Glanz und Glamour der Modemetropolen der Welt kennen. Neu in diesem Jahr sind zusätzliche Kameras, die die Kandidatinnen noch näher und detaillierter zeigen sollen als in den bisherigen Staffeln. Außerdem wird es eine Heidi-Cam geben, die als persönliches Tagebuch Moderatorin Klum begleitet.

+++ Was aus Heidi Klums "Topmodels" geworden ist +++

Die 38-Jährige soll aus der ersten Folge der neuen Staffel eine Szene mit einer Gesangseinlage ihres Noch-Ehemanns Seal herausschneiden lassen haben, berichtete das Magazin „Closer“. Ein ProSieben-Sprecher sagte, dass in der Folge am Donnerstag keine Szene mit Seal zu sehen sein werde, wollte aber keine weiteren Angaben machen. Im Januar hatten Seal und Heidi das Ende ihrer Ehe bekanntgegeben.

+++ Heidi Klum schneidet Seal aus ihrer Sendung +++

Juror Thomas Rath sieht die seit 2006 jährlich ausgestrahlte Sendung als großes Sprungbrett für Nachwuchsmodels, die in die Modebranche einsteigen wollen, auch wenn sie am Ende nicht siegen. „Die Sendung ist ein Türöffner. Wir haben die Mädchen von der Straße, die wir ja erstmal coachen. Sie werden erst zu Models durch die Sendung“, sagte der 46-Jährige. Die Siegerin steige auch nicht gleich in die erste Liga der Topmodels nach der Sendung auf: „Das geht auch nicht, weil Heidi hat dafür viele Jahre gebraucht. Das Mädchen muss sich erstmal in der Branche beweisen“, fügte der Designer hinzu. Seit 2010 hat er sein eigenes Label „Thomas Rath“.

Quotenrückgang im Jahr 2010

Zwar stieg der Gesamt-Marktanteil von „Germany’s Next Topmodel“ seit dem Start 2006 jedes Jahr kontinuierlich an, jedoch musste das Format 2010 einen Marktanteilsverlust von vier Prozentpunkten in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen im Vergleich zum Vorjahr in Kauf nehmen. 2011 stieg der Marktanteil wieder leicht an. Medienberichten zufolge soll 2013 keine neue Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ folgen. Juror Rath hingegen kündigte an, dass es im nächsten Jahr wieder eine Staffel mit Heidi Klum, Thomas Hayo und ihm geben werde.

+++ Wenn Models Models suchen +++

Inzwischen hat Klums Sendung Konkurrenz bekommen: Am 31. Januar startete der zur Mediengruppe RTL Deutschland gehörende Sender Vox die Casting-Show „Das perfekte Model“ mit Karolina Kurkovà und Eva Padberg. Die beiden Models suchen immer dienstags um 21.15 Uhr nach Mädchen, „die international arbeiten können und Potenzial haben“, wie Kurkovà sagte.

Padberg sagte, dass sich die Show von „Germany’s Next Topmodel“ abgrenzen wolle: „Wir werden die Mädchen nicht nur auswählen, sondern sie auch selber coachen“, sagte sie. Auch seien die Aufgaben eng berufsbezogen, die Mädchen müssten keine Ängste oder Ekel überwinden. In Klums Show mussten die Nachwuchsmodels manchmal Shootings in schwindelerregender Höhe oder mit Alligatoren und Bienen absolvieren.

Nicht nur die gefährlichen Aufgaben, die Klum ihren Kandidatinnen stellt, sondern auch das Format der Model-Casting-Show an sich wird von vielen Seiten kritisiert. Einer neuen repräsentativen Studie zufolge beeinflussen Model-Casting-Shows das Körperbild von Jugendlichen, insbesondere von Mädchen. Das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) des Bayerischen Rundfunks befragte Mädchen, die regelmäßig „Germany’s Next Topmodel“ sahen. Die Gefühle der Befragten schwankten zwischen Bewunderung und Neid, schon eine Elfjährige fand ihren Bauch zu dick. Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) warnt davor, dass Casting-Shows Tendenzen zu Essstörungen verstärken können.