Berlin

Maserati-Affäre: Diakonie will Treberhilfe ausschließen

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Die Diakonie stellt infrage, ob die Berliner Treberhilfe ein gemeinnütziges Unternehmen ist. Ihr wird Zweckentfremdung von Geld vorgeworfen.

Berlin. In der Maserati-Affäre hat das Diakonische Werk ein Ausschlussverfahren gegen die gemeinnützige Treberhilfe GmbH eingeleitet. „Wir stellen infrage, ob die Treberhilfe überhaupt noch ein gemeinnütziges Unternehmen ist und im Sinne der Satzung der Diakonie arbeitet“, sagte eine Sprecherin am Freitag der dpa.

Am Donnerstag hatte der Gesellschafter - der Treberhilfe-Verein - überraschend Diakonie-Vorstand Thomas Dane nach nur zwei Wochen als Aufsichtsratsvorsitzenden der gGmbH abgelöst. Daraufhin legte am Freitag auch Aufsichtsratsmitglied Heidi Knake-Werner ihr Mandat nieder. Der Treberhilfe wird Zweckentfremdung von Geld vorgeworfen.

Ebenfalls am Donnerstag hatte der Paritätische Wohlfahrtsverband den Verein wegen „verbandsschädigenden Verhaltens“ mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen. Er erfülle nicht die Anforderungen an eine transparente Vereinsarbeit, sagte eine Sprecherin. Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisierte vor allem, dass Ehlert als Geschäftsführer der gGmbH, bei der der Verein Gesellschafter ist, und die beiden Mitglieder des Vereinsvorstandes in ihrer Funktion als Aufsichtsräte „mit allen Mitteln zu verhindern suchen, Transparenz in das fragwürdige Finanzgebaren“ zu bringen. Finanzielle Folgen hat das für die Treberhilfe nicht direkt.

Senat schaltet Staatsanwaltschaft ein

Berlins Sozialsenatorin hatte Carola Bluhm (Linke) angekündigt, die Staatsanwaltschaft und die Steuerverwaltung einzuschalten. Das Gehalt des Geschäftsführers der gemeinnützigen GmbH Treberhilfe, Harald Ehlert, sei weit überdurchschnittlich, teilte die Senatorin am Mittwoch mit. „Das begründet den Verdacht, dass öffentliche Mittel zweckentfremdet werden.“ Die beiden im Aufsichtsrat vertretenen Vorstandsmitglieder verhinderten die Überprüfung von Ehlerts Geschäftsgebaren. Für Transparenz könne so nicht gesorgt werden. Bluhm reagierte auf eine öffentliche Erklärung des Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Dane.

( (dpa/abendblatt.de) )