Jaycee Dugard

"Hallo, ich bin Jaycee" - Entführungsopfer erstmals im TV

Nach 18 Jahren Gefangenschaft dankt die 29-Jährige ihren Unterstützern. Die Videobilder zeigen die Frau beim Plätzchenbacken im Familienkreis.

New York. Das US-Entführungsopfer Jaycee Dugard hat sich erstmals seit seiner Befreiung nach 18 Jahren Gefangenschaft im Fernsehen gezeigt. Der Sender ABC strahlte am Freitag Videoaufnahmen der 29-Jährigen im Kreise ihrer Familie aus.

„Hallo, ich bin Jaycee“, sagte sie in die Kamera. „Ich wollte mich für Ihre Unterstützung bedanken, mir geht es gut.“ Über ihre Zeit in Gefangenschaft des Entführers sprach sie nicht. Sie sagte nur: „Es war ein langer Weg.“ Die beiden Kinder, die sie gemeinsam mit ihrem Entführer hat, wurden nicht gezeigt.

In den Videoaufnahmen war zu sehen, wie Dugard mit ihrer Mutter und ihrer Halbschwester Weihnachtsplätzchen verziert. „Ich habe noch nie Plätzchen verziert“, sagte sie. Nach Angaben von ABC hat Dugard seit ihrer Befreiung im Sommer den Führerschein gemacht und Geburtsurkunden für ihre zwölf und 15 Jahre alten Kinder besorgt. Sie arbeite derzeit an einem Schulabschluss.

Dugards Mutter Terry Probyn bat die Öffentlichkeit in dem Video um die Achtung der Privatsphäre ihrer Familie. „Bitte geben Sie uns Zeit zur Heilung, ohne dass wir ständig von Fotografen und der Presse ausgespäht werden“, sagte sie.

Dugard war im Alter von elf Jahren verschleppt worden und 18 Jahre lang als Sexsklavin in einem Zelt im Hinterhof eines Hauses in Antioch festgehalten worden. Im vergangenen Sommer kam sie frei. Der mutmaßliche Kidnapper und seine Ehefrau sitzen in Untersuchungshaft.