FC St. Pauli

Kiezkicker beginnt Ausbildung bei der Hamburger Sparkasse

Foto: Laible

St.-Pauli-Spieler Pierre Becken ist einer von 210 neuen Auszubildenden der Hamburger Sparkasse, die mit dem Fußballklub kooperiert.

St. Pauli. Volltreffer. 210 Jungen und Mädchen hatten gestern ihren ersten Arbeitstag bei der Hamburger Sparkasse (Haspa) - und trafen sich zu diesem Anlass zum Fototermin vor dem Millerntorstadion des FC St. Pauli. Die neuen Auszubildenden zeigten sich trotz aller Aufregung allerdings recht gelassen. "Mit diesem Ausbildungsplatz schaue ich optimistisch in meine berufliche Zukunft", sagte Nicolaj Kramer, 19, aus Hamfelde. "Ich freue mich auf die sechs Einführungstage und auf die zwei Jahre, die vor mir liegen." Auch die 19-jährige Abiturientin Jana Sussmann ist neu im Team der Haspa. "Für mich ist es großartig, bei der Haspa arbeiten zu können", sagt sie.

Insgesamt bietet die Sparkasse in der Hansestadt über alle Lehrjahre 475 Ausbildungsplätze an. Den Ort des Gruppenfotos vor der Südtribüne des Millerntorstadions hatte die Bank bewusst gewählt. Denn seit 2006 kooperiert die Haspa mit dem Fußballverein für das soziale Ausbildungsprojekt "You'll never work alone". Das Ziel: Die Nachwuchsspieler des FC St. Pauli sollen bei ihrer Berufsausbildung unterstützt werden.

+++ Die größten Ausbilder in Hamburg +++

Seit mehr als zehn Jahren fördert der FC St. Pauli seinen sportlichen Nachwuchs schulisch und beruflich. "Mit dieser dualen Karriere beim FC St. Pauli wollen wir den angehenden Profispielern ihre Zukunft sichern", sagt Klaus Teister, pädagogischer Leiter vom Jugendleistungszentrum des Vereins. Für den Fall, dass die Profikarriere scheitern solle, biete der Kiezklub ihnen so ein zusätzliches berufliches Standbein. Bei dem Projekt wird den Spielern unter anderem bei der Ausbildungsplatzsuche geholfen, ihnen werden Bewerbungstrainings angeboten und Informationsveranstaltungen werden organisiert. "Unser Konzept hat sich über die Jahre bewährt." Da der Verein viel Wert auf soziales Engagement lege, haben man ein Partnerunternehmen gesucht, um das Projekt auszuweiten, so Teister - und die Haspa gefunden.

Die Haspa hilft unter anderem bei der Organisation des Projektes "You'll never work alone". So haben in den vergangenen vier Jahren bei der Bank rund 30 Spieler des FC St. Pauli eine Ausbildung oder ein Praktikum absolviert. Gleichzeitig kümmert sich der Verein einmal pro Woche um seine Zöglinge und bietet ihnen Hilfe und Beratung an.

Nachwuchstalent Pierre Becken von der U 23 des FC St. Pauli ist einer der Teilnehmer von "You'll never work alone". Gestern hatte der junge Mann seinen ersten Arbeitstag bei der Haspa. Becken hat eine Ausbildung zum Bankkaufmann begonnen. Er ist allerdings in diesem Jahr der einzige Azubi aus dem Kader des Vereins.