Afghanistan

Washington Post: Bis zu 150 Taliban bei Kämpfen getötet

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Es war ein Überraschungsangriff der Isaf-Truppen im Osten Afghanistans. Der Zustrom von Taliban aus Pakistan soll unterbunden werden.

Kabul/Washington. Bei einer nicht angekündigten Militäroffensive im afghanischen Grenzgebiet zu Pakistan sind nach einem US-Pressebericht bis zu 150 Taliban getötet worden. Rund 700 US- und afghanische Soldaten hätten am Sonntag im Morgengrauen angegriffen, berichtete die „Washington Post“.

Der US-geführte Einsatz sei einer der größten in der Region um die Provinz Kunar und „einer der heftigsten Kämpfe des vergangenen Jahres“ in Afghanistan gewesen, zitierte die Zeitung US-Vertreter.

Die Nato-geführten Isaf-Truppen hatten mitgeteilt, mehr als 600 Soldaten der Isaf und der afghanischen Armee würden gegen al-Qaida und Taliban in Kunar vorgehen und hätten „eine Reihe von Aufständischen“ getötet. Zudem seien zwei US-Soldaten gestorben. Laut „Washington Post“ sollte mit der Offensive der Zustrom von Taliban im Grenzgebiet zu Pakistan gestoppt werden, die angesichts der derzeitigen Offensive im Süden Afghanistans eine zweite Front errichten wollten.

Im Gegensatz zu der groß angekündigten Offensive von Mardscha zu Beginn des Jahres sei dieses Mal auf das „Überraschungsmoment“ gesetzt worden, zitierte die Zeitung den US-Militär Andrew Poppas. In der Provinz Helmand waren seit Mitte Februar 15.000 afghanische und internationale Soldaten rund um die einstige Taliban-Hochburg Mardscha gegen die radikalislamischen Taliban vorgegangen, die dort den Drogenschmuggel kontrollierten.