Haiti

Am dritten Tag nach dem Erdbeben

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Rettungsflug

Auf dem Pariser Flughafen Orly sind zwei Sondermaschinen mit Überlebenden des Erdbebens von Haiti angekommen. Unter ihnen waren auch zahlreiche kleine Kinder. Die Helfer reichten den Ankömmlingen rote Decken gegen die Kälte. Anschließend wurden sie von den am Flughafen wartenden Angehörigen und Bekannten in Empfang genommen. Während des Erdbebens sollen sich in Haiti rund 1400 Franzosen aufgehalten haben.

Häftlinge geflohen

Fast alle Insassen des größten Gefängnisses in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince haben sich nach dem Erdbeben davongemacht. Einige seien aber auch beim Einsturz des Gebäudes ums Leben gekommen.

Musik für die Opfer

In Frankreich wollen Künstler ein Benefizstück für Haiti aufnehmen. Darunter sind auch der "Weltmusiker" Youssou N'Dour aus dem Senegal und der armenischstämmige Liedermacher Charles Aznavour. Das Lied "Un geste pour Haïti Chérie" soll am Montag mit einem Spendenaufruf auf allen Sender laufen.

Spendenshow im ZDF

Zusammen mit der "Bild"-Zeitung möchte der Sender mit einer Sonder-Spendenshow den Erdbebenopfern in Haiti helfen und nimmt am Dienstag um 20.15 Uhr "Wir wollen helfen - Ein Herz für Kinder" ins Programm. Die Moderatoren sind Thomas Gottschalk und Steffen Seibert.

Technik aus Heidelberg

Geoinformatiker der Universität Heidelberg haben einen Notfall-Routenplaner ins Internet gestellt. Hilfskräfte können damit online die schnellste Wegstrecke unter Berücksichtigung zerstörter Straßen und Gebiete in Haiti ermitteln. Direkt nach dem Erdbeben auf Haiti hatten Freiwillige weltweit begonnen, die Datenbasis durch das Digitalisieren von freien Luftbildern zu aktualisieren.

Haiti-Fonds

Die Weltbank will gemeinsam mit ihren Geberländern einen Fonds für die langfristige Hilfe beim Wiederaufbau von Haiti einrichten. Damit sollten die Hilfen besser koordiniert werden, sagte Weltbankchef Robert Zoellick am Freitag auf einer Pressekonferenz mit Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) in Berlin. Die Weltbank hatte zuvor bereits Soforthilfen in Höhe von 100 Millionen Dollar zugesagt.

"Es geht mir gut!"

Fast 14 000 Menschen haben sich auf der Kontaktwebseite ( www.icrc.org/familylinks ) des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) für vom Erdbeben in Haiti Betroffene registriert. Über 1000 bestünden aus Nachrichten wie "Es geht mir gut!", berichtete das IKRK. Die Einträge kommen aus mehr als 120 Ländern. Gesuchte können sich direkt auf der Internetseite melden und antworten.

Minis für Haiti

Das Miniatur Wunderland spendet alle Eintrittsgelder vom Montag, 18. Januar, den Erdbebenopfern von Haiti. Zudem werden gerade verschiedene Miniaturen wie ein A320 oder eine Lok des Typs BR 101 auf der Internetseite Ebay versteigert. Mehr Informationen unter www.miniatur-wunderland.de

( (diz) )