Nach erzwungener Ausreise aus Argentinien

Williamson entschuldigt sich für Leugnung des Holocaust

Der umstrittene Richard Williamson hat sich für die Leugnung des Holocaust entschuldigt. Dies berichtete am Donnerstag eine katholische Nachrichtenagentur in Rom.

Rom. Der Holocaust-Leugner Richard Williamson hat für seine Aussagen zum Holocaust nach einem Bericht der katholischen Internet-Nachrichtenagentur "zenit.org" um Vergebung gebeten. Es habe sich nur um die "Meinung eines Nicht-Historikers" gehandelt, die sich auf die Erkenntnisse von vor 20 Jahren gestützt habe, zitierte "zenit.org" den umstrittenen Pius-Bruder am Donnerstag. Die Agentur wertete dies als Rücknahme der Äußerungen des Bischofs, die weltweit Empörung ausgelöst hatten.

Weiter heißt es in der Erklärung: "Ich bitte alle, die sich aufgrund meiner Worte aufrichtig entrüstet haben, vor Gott um Vergebung." Williamson hatte in einem schwedischen Fernseh-Interview behauptet, dass in Nazi-Lagern nicht sechs Millionen Juden umgebracht wurden, sondern maximal 300 000, davon allerdings keiner in Gaskammern. Einer Aufforderung des Papstes, seine Aussagen zu widerrufen, widersetzte sich Williamson.

Das Mitglied der erzkatholischen Pius-Bruderschaft war am Mittwoch am Londoner Flughafen Heathrow eingetroffen und hatte sich zunächst in Schweigen gehüllt. Einem Zeitungsbericht zufolge steht Williamson in Kontakt mit dem verurteilten britischen Holocaust-Leugner David Irving.