Ruhestand

Renteneintrittsalter: Ab wann Sie in Rente gehen können

| Lesedauer: 4 Minuten
Christopher Kremer
Die fünf wichtigsten Versicherungen im Alter

Die fünf wichtigsten Versicherungen im Alter

Mit dem Start in den Ruhestand ist es sinnvoll, bestimmte Versicherungen abzuschließen. Diese fünf Versicherungen sollte man im Alter haben oder bereits früh abschließen.

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Wie lange muss ich arbeiten, um ohne Abzüge in Rente gehen zu können? Mit diesem Rechner können sie das Datum unkompliziert bestimmen.

Berlin. 
  • Viele Menschen fragen sich: Wann kann ich in Rente gehen?
  • Das hängt von verschiedenen Faktoren, etwa dem Geburtsjahr ab
  • Mit diesem Rechner können sie das Datum mit ein paar Klicks bestimmen

Für viele klingt die Rente nach einer erstrebenswerten Zeit: Endlich muss man sich im Job nicht mehr bemühen und kann tun und lassen, was man möchte. Doch bis es soweit ist, müssen die Menschen in Deutschland viele Jahre arbeiten. Doch wie lange genau? Wie hoch liegt derzeit das gesetzliche Rentenalter?

Renteneintrittsalter: Ab wann kann ich in Rente gehen?

Durchschnittlich arbeiten die Deutschen – nach Angaben der Deutschen Versicherungswirtschaft – bis zum Alter von 64,3 Jahren (Stand 2019) und damit rund zwei Jahre länger als noch vor 20 Jahren. Während dieser Zeit wurde die Höhe der Rente in Deutschland immer wieder angepasst. Und auch das Renteneintrittsalter wurde von der Politik überarbeitet.

Ruhestand ohne Abzüge: Wie entwickelt sich das Renteneintrittsalter?

Derzeit gilt für die meisten Versicherten: Das Renteneintrittsalter wird stufenweise von 65 auf 67 Jahren angehoben. Das hat der Bundestag im Jahr 2007 beschlossen, die Anpassung läuft nun schrittweise und soll 2029 abgeschlossen sein.

Auch interessant: So berechnen Sie, wie viel Rente Sie bekommen

„Angefangen mit dem Geburtsjahrgang 1947 wird die Altersgrenze bis 2023 um jährlich einen Monat angehoben. Sind Sie beispielsweise Jahrgang 1956, können Sie mit einem Alter von 65 Jahren und zehn Monaten in Rente gehen“, heißt es auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung.

Rente: Das bleibt am Monatsende übrig
Rente: Das bleibt am Monatsende übrig

Ab wann kann ich in Rente gehen? Tabelle zeigt Renteneintrittsalter

Jahrgang Renteneintrittsalter
1964 (oder jünger) 67 Jahre
1963 66 Jahre und 10 Monate
1962 66 Jahre und 8 Monate
1961 66 Jahre und 6 Monate
1960 66 Jahre und 4 Monate
1959 66 Jahre und 2 Monate
1958 66 Jahre
1957 65 Jahre und 11 Monate
1956 65 Jahre und 10 Monate
1955 65 Jahre und 9 Monate
1954 65 Jahre und 8 Monate

Rechner zeigt, wann Sie in Rente gehen können

Wer sich mühsame Berechnungen sparen und trotzdem wissen will, wann er oder sie in Rente gehen kann, kann den entsprechenden Rechner der Deutschen Rentenversicherung nutzen. Dabei gehen sie so vor:

  • Geben Sie Ihr Geburtsdatum ein
  • Wählen Sie aus, ob eine Schwerbehinderung vorliegt und ob sie im Bergbau tätig waren oder sind
  • Nach einem Klick auf "Berechnen" wird ihnen der Termin für ihren Renteneintritt angezeigt

Angegeben werden dann allerdings verschiedene Termine. Zum einen gibt es den frühestmöglichen Rentenbeginn. Dieser wird häufig als Rente mit 63 bezeichnet, auch wenn dieses Alter nur in den wenigsten Fällen zutrifft. Um in Frührente gehen zu können, müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein. Zudem kann sie nur mit Abzügen bei der Rente in Anspruch genommen werden.

Angezeigt wird außerdem der reguläre Rentenbeginn. Für besonders langjährig Versicherte gibt es dabei unter Umständen die Möglichkeit, früher in Rente zu gehen. Der reguläre Renteneintritt wird unter dem Punkt "Regelaltersrente bei Erreichen der Regelaltersgrenze" angezeigt.

Rente beantragen: Wann muss der Antrag gestellt werden?

Damit die Rente zu diesem Termin auch pünktlich ausgezahlt werden kann, empfiehlt der Gesetzgeber, rund drei Monate vor dem geplanten Renteneintrittstermin den Antrag zu stellen. Es erfolgt keine automatische Zahlung der Rente. Um eine schnelle und reibungslose Bearbeitung des Antrags zu gewährleisten, sollten nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung folgende Unterlagen vorliegen:

  • Die Rentenversicherungsnummer
  • Personalausweis, Reisepass, Geburtsurkunde oder Stammbuch
  • Nachweis über Kranken- und Pflegeversicherung
  • Die Steueridentifikationsnummer
  • Eine Kontonummer (IBAN und BIC)

Unter Umständen können noch weitere Unterlagen nachgefordert werden, wie zum Beispiel Nachweise über die Versicherungszeiten oder Berufsausbildungen. Sollten die Versicherungszeiten nicht vollständig geklärt sein, können folgende Unterlagen die Bearbeitung des Antrags beschleunigen:

  • Nachweis über Ausbildungszeiten
  • Nachweise über Arbeitslosigkeit und Krankheit
  • Nachweis über Geburtsdatum und die – wenn vorhanden – Geburtsurkunden der Kinder
  • Lehrverträge, wenn die Lehre abgebrochen oder die Prüfung nicht bestanden wurde
  • Rente erfolgreich beantragen: Hier gibt es weitere Informationen

Der Rentenantrag kann dann auch online gestellt werden. Zudem stellt die Deutsche Rentenversicherung weitere Informationen bereit – auch zu den weiteren Rentenarten, wie der Hinterbliebenenrente.

Dieser Artikel ist zuerst auf morgenpost.de erschienen.

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